Nierenkrebs
16.02.09.

Nierenkrebs (Nierenzellkrebs)
Bösartige Tumoren, die aus Zellen des Nierengewebes entstehen, werden als Nierenkrebs bezeichnet. Im Gewebe der Niere sind verschiedene Zelltypen vorhanden, aus denen verschiedene Formen von Nierenkrebs entstehen können. In rund 85 % der Fälle erkranken die Patienten an einem sog. Nierenzellkarzinom.
Nierenzellkarzinome sind am häufigsten
Neben den am häufigsten auftretenden Nierenzellkarzinomen (auch Hypernephrome genannt) können noch andere Tumoren in der Niere lokalisiert sein. Im engeren Sinne zählen sie jedoch nicht zum Nierenkrebs, da sie sich zwar in der Niere befinden, jedoch nicht aus Funktionsgewebe der Niere entstanden sind: Dazu gehören z. B. Tumoren des Nierenbeckens (Urothelkarzinome), die zu den zu den Blasen- und Harnleitertumoren zählen und auch das Nephroblastom (Wilms-Tumor).
Nierenkrebs: Häufigkeit in Deutschland
Nierenkrebs ist eine vergleichsweise seltene Tumorerkrankung. Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland auf rund 15.500 pro Jahr. In über 60 % der Fälle sind es Männer, die an Nierenkrebs erkranken. Sie sind ungefähr im Alter von 65 Jahren, wenn sie die Diagnose Nierenkrebs erhalten. Das mittlere Erkrankungsalter bei Frauen liegt bei ca. 71 Jahren.
ah