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Operation bei Schilddrüsenkrebs

Man unterscheidet verschiedene Formen von Schilddrüsenkrebs. Je nachdem, welche Stelle der Schilddrüse betroffen ist, spricht man von differenzierten Karzinomen, medullären Karzinomen und undifferenzierten Karzinomen, informiert die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG). Nach der Art der Tumors richtet sich auch die genaue Therapiefolge aus.

Insgesamt gibt es vier Therapiemethoden, die bei Schilddrüsenkrebs in unterschiedlicher Kombination angewandt werden: die Operation, die Radiojodtherapie, die Strahlentherapie und die Chemotherapie. Welche Therapie letztendlich die Beste ist, hängt insbesondere von der Art des Tumors ab und davon, wie weit die Erkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose fortgeschritten ist, so die DKG.

Operation entscheidendes Verfahren

Die Operation nimmt dabei i. d. R. den größten Stellenwert ein, sie ist, so die DKG, ein wichtiges und entscheidendes Verfahren. I. d. R. wird bei der Operation die Schilddrüse entfernt, dabei soll auch erreicht werden, dass das Tumorgewebe vollständig beseitigt wird. Nur in Einzelfällen bei sehr kleinen Tumoren kann es ausreichen, nur einen Teil der Schilddrüse zu entfernen.

Die Schilddrüse ist in unserem Körper für die Produktion bestimmter Hormone zuständig: Ihre Entfernung wirkt sich daher auch auf den Hormonhaushalt aus. Da die Schilddrüsenhormone lebenswichtig sind, müssen diese fortan in Tablettenform dem Körper zugeführt und ihr Spiegel im Blut regelmäßig kontrolliert werden. Bei der Entfernung der sog. Nebenschilddrüsen kann es zudem zu einem zu niedrigem Kalziumgehalt im Organismus kommen, in diesen Fällen muss das Mineral ebenfalls zusätzlich eingenommen werden.

Therapie nach der Operation

Wie es nach der Operation weitergeht, richtet sich nach der Art des Tumors. Nur in wenigen Fällen reicht eine Operation zur Behandlung des Schilddrüsenkrebses allein aus. Wenn ein differenziertes Karzinom diagnostiziert wurde, wird eine sog. Radiojodtherapie angeschlossen, um Reste der Schilddrüse bzw. Tumorreste und Metastasen zu vernichten. Dieses Vorgehen soll Komplikationen bzw. einen Rückfall verhindern.

Bei undifferenzierten Karzinomen wird meist eine Strahlentherapie, seltener auch eine Chemotherapie angeschlossen. Auch bei differenzierten Karzinomen kann nach der Operation noch eine Strahlentherapie erfolgen, wenn die Krebserkrankung bereits weit fortgeschritten ist.

Quelle: Befund Krebs 5/2014

13.04.17

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