Psoriasis
26.04.06.
Die Psoriasis, auf Deutsch Schuppenflechte, ist eine Krankheit, die oft als die Zwillingsschwestern-Erkrankung zur Neurodermitis genannt wird. Dieses ist mehr als falsch, denn ist die Neurodermitis eine Krankheit im so genannten atopischen Formenkreis, zu der auch das Asthma, der atopische Heuschnupfen und die Urticaria (Nesselsucht) gehören Hingegen reiht sich die Schuppenflechte den rheumatischen Formenkreis ein.
Die Schuppenflechte ist also letztlich ein Rheuma mit anderen Problemen.
Anfangs spielt sich die Krankheit mehr oder weniger nur auf der Haut ab, später kommen aber immer häufiger deutliche rheumatische Erscheinungen hinzu, zum Beispiel bei der Psoriasis arthropathica, also wenn die Hauterscheinungen sich auch auf Gelenke und auf den ganzen Bewegungsapparat ausdehnen.
Neben der normalen Psoriasis unterscheidet die Schulmedizin insgesamt noch weitere fünf große Arten dieser Krankheit neben der Psoriasis arthropathica.
Die Schuppenflechte hat also mit der Neurodermitis rein gar nichts zu tun, und die Ursachen liegen so weit auseinander wie ein gebrochener Fuß und ein grippaler Infekt.
Man weiß, dass in Deutschland etwa 3,5 bis 4 Millionen Menschen an dieser Krankheit leiden.
Das Problem der Psoriasis ist eindeutig, dass im Fumarsäurestoffwechsel des Betroffenen etwas nicht stimmt. Die Fumarsäure wird in den Nieren produziert und als Krebsenzym bezeichnet.
Sie regelt alle Zellstoffvorgänge des Menschen, also beispielsweise die Dauer einer Herzzelle, die etwa 144 Tage aktiv ist, dann abstirbt und einer neuen Zelle Platz macht,
Die bis kurzlebigen Zellen der Haut, die sich alle 28 Tage erneuern, regelt die Fumarsäure auch. Kommt die Fumarsäure nicht regel- bzw. gleichmäßig an der Zelle an, wächst diese ungebremst, so die psoriatische Hautzelle in einer Rasanz von etwa 3,5 Tagen von der unterseten Hautschicht nach oben zur Hornschicht.
Die obere Hautzelle ist aber noch nicht am Ende ihrer Tätigkeit, schuppt sich also noch nicht ab, so dass sich nun Hautzelle auf Hautzelle auftürmt, was dann die psoriatische Verpanzerung als Symptom darstellt.
Versuche der Zuführung von Fumarsäure in Tablettenform wurden weitgehend wieder eingestellt, weil die Anwender als Magenprobleme bei der Einnahme und Nierenprobleme als Langzeitnebenwirkung festgestellt haben.
Unsere Empfehlungen zur Behandlung einer Schuppenflechte sind wie bei allen rheumatischen Erkrankungen, dass der Patient in regelmäßigen Abständen seinen tHarnsäurewert feststellen lässt, da offenbar eine Kausalistik mit der Fumarsäureproduktion besteht.
Sehr oft wird nach Stuhluntersuchungen eine dysbiotische oder gar pathogene
(krankhafte) Situation in der Darmflora festgestellt (hier sind die einzigsten Parallelen zur Neurodermitis erkennbar).
Viel weniger als bei der Neurodermitis erkennt man Nahrungsmittelunverträglichkeiten, jedoch sollten diese trotzdem sorgfältig abgeklärt werden. Purinhaltige Lebensmittel
(Schweinfleisch/Alkohol/Innerein) sollten tunlichst gemieden oder nur reduziert zu sich genommen werden.
Die Psoriasis wird oft mit Klimakuren am Toten Meer günstig, wenn auch nicht dauerhaft erfolgreich bekämpft.
Quelle: Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e. V.
