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Zertifizierte Zentren: Qualitätssicherung bei der Versorgung von Diabetespatienten

Zertifizierte Zentren für Menschen mit Diabetes: Diese sollen nach dem Anspruch der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) den Patienten ein gleichbleibend gutes Versorgungsniveau zusichern und daher auch die Entscheidung erleichtern, welche Einrichtung infrage kommt. Es gibt verschiedene von der DDG vergebene Zertifikate für unterschiedliche Einrichtungen und verschiedene Versorgungsstufen.

Basiszertifikat: Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG

Für dieses Basiszertifikat „Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG“ gibt es verschiedene Möglichkeiten der Anerkennung, so die DDG. Es gibt drei Formen der Anerkennungsverfahren:

  • Behandlungseinrichtung für Typ-2-Diabetes mellitus
  • Behandlungseinrichtung für Typ-1- und Typ-2-Diabetes mellitus
  • Behandlungseinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus

Diese sind für Kliniken ohne Ambulanz, Kliniken mit Ambulanz, Arztpraxen und Rehaeinrichtungen möglich. Laut der Richtlinien muss in einem solchen Zertifizierten Diabeteszentrum DDG beispielsweise ausreichend Fachpersonal beschäftigt sein: Dies sind mindestens ein Diabetologe (für Kinder und Jugendliche ein Diabetologe und Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin), ein Diabetesberater DDG oder ein Diabetesassistent DDG und ein Podologe. Letzterer ist nicht in Einrichtungen notwendig, die sich speziell an Kinder und Jugendliche richten. Auch das Pflegepersonal muss in der Behandlung von Diabetespatienten erfahren sein. Die Einrichtung muss zudem mit einem Augenarzt, Nephrologen, Neurologen, Psychologen, Angiologen oder interventionellen Radiologen, Chirurg/Gefäßchirurgen, Kardiologen, Gynäkologen/Geburtshelfer, Pädiater zur Sicherstellung der Versorgung von Neugeborenen und einem Orthopädieschuhmacher kooperieren.

Da die Schulung in der Behandlung von Diabetespatienten eine wichtige Rolle spielt, müssen auch diese in zertifizierten Einrichtungen regelmäßig durchgeführt werden. Neben geeigneten Räumen sind daher beispielsweise schriftlich ausgearbeitete Schulungsunterlagen und Lehrpläne für alle angewandten Therapieformen entsprechend den aktuellen Leitlinien der DDG vorzuhalten.

Zudem muss die Klinik bestimmte Behandlungszahlen erfüllen: So muss eine Behandlungseinrichtung für Typ-1-Diabetes mindestens 50 Patienten im Jahr mit Typ-1-Diabetes stationär behandeln, ambulant mindestens 50 Patienten im Quartal. Behandlungseinrichtungen für Typ-2-Diabetes müssen stationär mindestens 200 Patienten im Jahr behandeln, ambulant mindestens 200 Patienten im Quartal. Behandlungseinrichtungen für Pädiatrie müssen jährlich 30 Kinder und Jugendliche mit Diabetes in Dauerbetreuung haben.

Weitere Zertifizierungen

Eine Einrichtung, die die Anforderungen der DDG erfüllt und zusätzlich ein diabetesspezifisches Qualitätsmanagementsystem umsetzt, das von der DDG akkreditiert ist, kann zudem das Zertifikat „Zertifiziertes Diabeteszentrum Diabetologikum DDG mit diabetesspezifischem Qualitätsmanagement“ beantragen.

Darüber hinaus wird das Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet (DDG)“ angeboten: Ziel dieses Zertifikats ist es, nach Angaben der DDG, die Grundversorgung von Patienten mit der Nebendiagnose Diabetes in Krankenhäusern zu verbessern. Rund 2,1 Mio. Patienten mit der Nebendiagnose Diabetes werden in Deutschland jährlich stationär behandelt. Das Zertifikat richtet sich an Akutkrankenhäuser und Rehakliniken. Auch hier soll eine gleichbleibend hohe Qualität der Versorgung flächendeckend und wohnortnah in ganz Deutschland gewährleistet werden. Alle Zertifikate werden von der DDG zunächst für drei Jahre ausgestellt – dann können sich die jeweiligen Einrichtungen rezertifizieren lassen.

Quelle: Befund Diabetes 1/2016

20.04.16

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