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Reisen mit Diabetes: Vorbereitung ist wichtig

Mit der richtigen Vorbereitung sind Menschen mit Diabetes in puncto Reisen nicht eingeschränkt, wenn sie vor und während einer Reise einige Dinge beachten.

Der Winter ist nicht unbedingt die freundlichste Jahreszeit in Österreich und viele zieht es besonders um den Jahreswechsel in wärmere Gefilde. Diabetespatienten sollten einige Vorbereitungen treffen, bevor sie ihren Urlaub genießen können. Zwar rät laut Dr. Thomas Hartl niemand mehr Diabetespatienten von einer Flugreise ab, dennoch sollten Menschen mit Diabetes auf Reisen einige wesentliche Punkte beachten. „In der Wahl des Reiseziels sind Diabetiker aber nicht eingeschränkt. Ein Insulinpflichtiger hat sogar den Mount Everest bestiegen“, sagt Peter Hopfinger, Gründer der Internet-Plattform „Diabetes Austria – Initiative Soforthilfe für Menschen mit Diabetes“ und selbst Diabetespatient, berichtet das forumgesundheit.at.

Gut geschult auf Reisen gehen

„Wenn sich Betroffene zu verreisen scheuen, dann sind sie zumeist einfach nicht gut genug informiert und haben gewisse Ängste, wie etwa vor Ort keinen Arzt zu haben. Wichtig ist, dass man als Diabetiker gut in seiner Erkrankung geschult ist und dass man gut vorbereitet auf Reise geht. Dann gibt es kaum Probleme zu befürchten“, bringt es Hopfinger auf den Punkt. Aufgrund der Vorbereitung, die Menschen mit Diabetes vor einer Reise treffen sollten, scheiden Last-Minute-Reisen meist aus. Denn zu einer gelungenen Reise gehören u. a. die E-Card oder ein Auslandskrankenschein, die ärztliche Bestätigung über die Insulinpflicht, eine Kühltasche für das Insulin, ein Diabetes-Dolmetscher (in Buchform), eine Liste der diabeteserfahrenen Ärzte am Urlaubsort und ein Diabetes-Notfallanhänger. Auch Medikamente und Messgeräte sollten in ausreichender Menge mitgeführt werden. Denn v. a. außerhalb von Europa kann die Beschaffung schwierig werden.

Rücksprache mit dem Arzt halten

Vor Antritt der Reise sollten Menschen mit Diabetes auch über mögliche Impfungen mit dem Arzt sprechen. Bei längeren Reisen ist es auch sinnvoll, Rücksprache mit dem Arzt über den Ess- und Spritzplan zu halten. Die größte Unterzuckerungsgefahr besteht nach Langstreckenflügen während der ersten Nacht nach der Zeitverschiebung. „Man wiegt sich in Sicherheit, weil der Flugstress überstanden ist. Jetzt ist aber eine zusätzliche Blutzuckerkontrolle und ggf. zusätzliches Essen von Kohlenhydraten erforderlich“, sagt Hopfinger. Bei Patienten, die bereits unter Komplikationen leiden, wie etwa Durchblutungsstörungen oder Nierenschäden, ist eine frühzeitige ärztliche Beratung zur Reise wesentlich. Und auch während der Reise gilt es, auf einiges zu achten. Immer im Handgepäck befinden sollte sich z. B. eine dreisprachige Bestätigung für Reisende mit Diabetes, ausreichend Insulin, Tabletten, Spritzen, Pens, Stechhilfe, Blutzuckermessgerät, Reservebatterien, Not-Broteinheiten, Glukagon-Notfallset, Kühltasche, Notfallanhänger und eine Broteinheiten-Tabelle. V. a. die Medikamente sollten im Handgepäck und nicht im Koffer transportiert werden. Denn Insulin verliert bei den Minusgraden im Frachtraum eines Flugzeuges seine Wirksamkeit. Im Koffer transportiert werden können aber Spritzen und Ersatz-Pens, ein Ersatz-Blutzuckermessgerät, Rezepte oder auch Batterien und Teststreifen. „Man muss lernen, mit dem ungeliebten Untermieter, der sich in das Leben eingeschlichen hat, umzugehen. Man muss sich um Diabetes sorgfältig kümmern. Dann kann man auch reisen und das wiederum stärkt die Lebensfreude und damit die Gesundheit“, so Hopfinger.

Quelle: Befund Diabetes Österreich 2/2017

15.12.17

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