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"Zappelbeine" lassen Kinder nicht schlafen

Unruhige Beine in Ruhephasen können bei Kindern für Schlafstörungen verantwortlich sein. Maßnahmen gegen "Zappelbeine", auch Restless-legs-Syndrom (RSS) genannt, kennt der Kinderarzt. ...

 

Wenn die Beine zu sehr kribbeln

Manche Patienten beschreiben ihre Beschwerden mit «Coca-Cola» oder «Würmern» in den Beinen. Andere sprechen von einem quälenden Kribbeln, einem Ziehen am Knochen entlang, bis hin zu unerträglichen Schmerzen. ...

 

Stress kann Restless-Legs-Syndrom verschlimmern

Insbesondere während der nächtlichen Ruhephase erleben Menschen mit einem Restless-Legs-Syndrom (RLS) einen unangenehm starken Bewegungsdrang der Beine, häufig begleitet von einem Kribbeln und von Zuckungen. Ist dieser ausgeprägt, hindern diese ...

 

Unruhige Beine in der Nacht

Am Mittwoch, dem 8. Juli, veranstaltete die Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Bonn gemeinsam mit der Deutschen Restless Legs Vereinigung eine Informationsveranstaltung über das Phänomen der unruhigen Beine. Im Mittelpunkt ...

 

Wenn unruhige Beine den Schlaf rauben

Kassel (AP) Gerade nachts sind sie unruhig und in Bewegung, einige Patienten ziehen trotz Müdigkeit sogar Gymnastik der Bettruhe vor. Rund 800.000 Bundesbürger leiden am Restless-Legs-Syndrom (RLS), dem Syndrom der ...

 

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Restless-Legs-Syndrom

28.10.08.

Restless-Legs-Syndrom (RLS)

Das Restless-Legs-Syndrom ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Es wird geschätzt, dass rund 5 bis 10 % der Bevölkerung in Deutschland – meist Menschen mittleren Alters – von dieser Erkrankung betroffen sind. Bei einigen treten erste Krankheitszeichen jedoch auch schon zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. Wie die Ergebnisse der 2007 in den USA und Großbritannien durchgeführten „Peds REST“-Studie zeigten, leiden sogar rund 2 % der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 8 und 17 Jahren unter RLS-Symptomen.

Die Symptome treten fast immer dann auf, wenn RLS-Betroffene zur Ruhe kommen. Dann verspüren sie ein Kribbeln, Ziehen oder Brennen in den Beinen. Es überkommt sie ein unbeschreibliches Verlangen danach, die Beine zu bewegen. Meist lassen die Missempfindungen nach, wenn die Beine in Bewegung sind. Der Bewegungsdrang und die Beschwerden lassen viele Betroffene auch nachts nicht zu Ruhe kommen.

RLS ist bereits seit dem 17. Jahrhundert bekannt

Die Vermutung, dass dieser Bewegungsdrang der Ausgleich für den heutigen, oft bewegungsarmen Lebensstil ist, lässt sich jedoch widerlegen. Zum einen gibt es Sportler z. T. unter ruhelosen Beinen leiden und zum anderen war die Erkrankung bereits bekannt, als Menschen noch viel mehr körperliche Tätigkeiten zu verrichten hatten. Bereits im Jahr 1685 erschien ein Artikel des englischen Neurologen Thomas Willis, in dem er eine Erkrankung mit RLS-Symptomatik schildert. Mitte des 19. Jahrhunderts beschrieb der deutsche Arzt Wittmack die Erkrankung unter dem Namen „anxietas tibiarum“.

Während Wittmack meinte, es handele sich um eine psychiatrische bzw. psychosomatische Krankheit, ging der deutsche Neurologe Hermann Oppenheim zu Beginn des 20. Jahrhunderts davon aus, dass es sich um eine neurologische Erkrankung handelt und nahm sie in sein „Lehrbuch der Nervenkrankheiten“ auf. Den heute gebräuchlichen Namen „Restless-Legs-Syndrom“ prägte der schwedische Arzt Karl Ekbom. Im deutschen Sprachraum ist auch die Übersetzung „Syndrom der unruhigen Beine“ gebräuchlich.

Formen von RLS

Beim Restless-Legs-Syndrom werden zwei Formen unterschieden: das sog. idiopathische oder primäre RLS und das sekundäre oder auch symptomatische RLS. Menschen mit sekundärem Restless-Legs-Syndrom haben z. B. eine Erkrankung, als deren Begleiterscheinung das RLS auftritt. Dies können u. a. eine Nierenerkrankung, Diabetes mellitus oder einige neurologische Erkrankungen wie Polyneuropathien, Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose sein. Ein sekundäres Restless-Legs-Syndrom kann z. B. auch durch Schwangerschaft hervorgerufen oder durch Medikamenteneinnahme (z. B. Neuroleptika, tri- bzw. tetrazyklische Antidepressiva, Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer etc.) verursacht werden.

Das primäre Restless-Legs-Syndrom wird nicht durch eine andere Erkrankung ausgelöst, der neurologische Befund zeigt meist keine Auffälligkeiten. Bereits früh erkannten Mediziner, dass diese Form des RLS familiär gehäuft auftritt und dass es wahrscheinlich genetische Faktoren gibt, die das primäre RLS auslösen. Im Jahr 2007 gelang es, die ersten Risiko-Gene zu identifizieren. Auch wenn die Ursachen beider Formen verschieden sind, unterscheiden sie sich jedoch nicht hinsichtlich der auftretenden Symptome.

Antje Habekuß

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