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Therapie einer Hyperlipidämie

Basis für eine Therapie von Fettstoffwechselstörungen und damit eine Reduktion des Arterioskleroserisikos ist eine Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Bei bestehendem Übergewicht sollte zudem eine Normalisierung des Körpergewichts angestrebt werden. Auch eine strikte Nikotinkarenz und gemäßigter Alkoholkonsum können dazu beitragen, die Blutfette wieder zu normalisieren.

Ernährungsumstellung und Bewegung sind die Basis

Die meisten im Körper vorhandenen Triglyzeride werden ihm mit der Nahrung zugeführt. Aus diesem Grund kann einer bestehenden Hypertriglyzeridämie i. d. R. gut mit einer Umstellung der Ernährung entgegengewirkt werden. Bei hohen Triglyzerid-Werten gilt allgemein: weniger Fett, weniger Zucker und v. a. weniger Alkohol.

Bei erhöhtem Cholesterinspiegel ist eine alleinige Reduktion der Nahrungsfette nicht so effektiv, da im Normalfall nur rund 15 % des Cholesterins über Lebensmittel aufgenommen werden. Den übrigen Teil produziert der Körper selbst. Dennoch kann auch in diesem Fall eine verminderte Zufuhr von Fetten (v. a. gesättigter Fettsäuren) nicht schaden. Meist ist zur Absenkung des Cholesterinwertes jedoch zusätzlich ein lipidsenkender Wirkstoff notwendig.

Bei allen Formen von Fettstoffwechselstörungen ist regelmäßige sportliche Aktivität zu empfehlen, da sich Bewegung positiv auf die Blutfette und das Körpergewicht auswirken kann. Günstig sind z. B. Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Walking.

Pharmakotherapie bei Hyperlipidämien

Ist mit diesen Maßnahmen keine Verbesserung der Blutfettwerte zu erreichen, werden unterstützend Medikamente (sog. Lipidsenker) eingesetzt. Die medikamentöse Therapie bei Hyperlipidämien richtet sich insbesondere danach, welche Art der Hyperlipidämie vorliegt und welche Blutfette erhöht sind. Zu den Wirkstoffgruppen, die zur Behandlung eingesetzt werden können, gehören u. a. Statine (HMG-CoA-Reduktase-Hemmer), Fibrate und Nikotinsäure. Medikamente aus diesen Wirkstoffgruppen können sowohl einzeln (als Monotherapie) oder auch kombiniert angewandt werden.

Statine wirken sich i. d. R. hemmend auf die Cholesterinsynthese in der Leber aus. Sie werden insbesondere zur Absenkung des LDL-Cholesterins verwendet. Fibrate hingegen haben meist eine Senkung des Triglyzerid-Wertes und eine Steigerung des HDL-Cholesterins zur Folge. Sie werden daher in erster Linie bei Hypertriglyzeridämien angewandt. Nikotinsäure führt i. d. R. zu einer Steigerung des nützlichen HDL-Cholesterins und zu einer Senkung von Triglyzeriden, LDL-Cholesterin und einem weiteren Lipoprotein.

Weitere Therapieoption: LDL-Apherese

In besonders schweren Fällen von Hypercholesterinämie kann zudem, wenn alle anderen therapeutischen Maßnahmen nicht zum Therapieziel führen, eine sog. LDL-Apherese durchgeführt werden. Ähnlich wie bei einer Dialyse („Blutwäsche“) wird auch bei diesem Verfahren das Blut des Patienten außerhalb des Körpers behandelt. Dabei wird das Lipoprotein LDL aus dem Blutplasma des Patienten entfernt.

Antje Habekuß

01.04.14

Therapie
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