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Therapie von muskelinvasivem und nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs

Die Behandlung von Blasenkrebs hängt maßgeblich von der Ausbreitung des Tumors ab. Etwa drei Viertel aller Harnblasentumoren sind sog. nicht-muskelinvasive Tumoren, so die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG). Wenn nur die innere Blasenwand von der Krebserkrankung betroffen ist, ohne dass der Tumor in die Muskelschicht eingewachsen ist, kann der Tumor mit der sog. transurethralen Resektion entfernt werden. Um sicher zu sein, dass der Tumor möglichst vollständig entfernt wird und das Risiko eines Rezidivs möglichst kleinzuhalten, schließt sich nach einigen Wochen oft eine zweite Operation an, die sog. Nachresektion.

Laut Krebsinformationsdienst haben Menschen mit nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs nach der Operation gute Aussichten auf vollständige Genesung. Im Anschluss an die Operation erfolgen regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen zur Kontrolle, die anfangs in kürzeren, später auch in längeren Abschnitten stattfinden.

Behandlung bei muskelinvasivem Blasenkrebs

Von muskelinvasiven Blasentumoren spricht man demzufolge, wenn der Tumor in die Muskelschicht eingewachsen ist. Therapie der Wahl ist in diesen Fällen die Entfernung der gesamten Harnblase (radikale Zystektomie) und der Beckenlymphknoten. Bei Männern wird zudem die Prostata mit den Samenblasen entfernt und die beiden Samenleiter durchtrennt, bei Frauen werden Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter und ein Teil der Scheidenwand operiert, so die DKG.

Wenn die Harnblase entfernt wird, muss der Urin auf andere Art und Weise aus dem Körper geleitet werden. Dies geschieht beispielsweise durch ein sog. Ileumkonduit. Hierbei gelangt der Urin über ein Stück Darm zwischen Harnleiter und Bauchwand nach außen und fließt von dort in einen auf den Bauch geklebten Beutel. Es gibt aber auch die Option, aus einem Stück Dünndarm eine Ersatzblase herzustellen und an die Harnröhre anzuschließen, die sog. Neoblase. Bei einem sog. Pouch erfolgt die Harnableitung über die Haut. Als Harnreservoir wird beispielsweise der Blinddarm genutzt, die Harnröhre endet dann im Bauchnabelbereich.

Chemotherapie bei Blasenkrebs

Eine Chemotherapie kommt bei Tumoren in weiter fortgeschrittenem Stadium zum Einsatz. Sie kann vor oder nach der Operation erfolgen. Vor allem, wenn der Tumor schon Metastasen gebildet hat, ist die Chemotherapie wichtig, um ein längeres Überleben zu ermöglichen, so die DKG. Allerdings kann Blasenkrebs nicht allein durch eine Chemotherapie geheilt werden, sie kann das Krebswachstum bremsen oder zum Stillstand bringen und so mehr Lebenszeit ermöglichen. Zudem können dadurch Beschwerden und Schmerzen, die der Tumor verursacht, gemindert werden.

Eine Chemotherapie in Kombination mit einer Strahlentherapie sowie einer transurethralen Resektion kann erfolgen, wenn eine Entfernung der Blase aus bestimmten Gründen nicht möglich ist. Die Strahlentherapie selbst wird bei Blasenkrebs indes vor allem in Kombination mit einer Chemotherapie angewendet, als sog. Radiochemotherapie.

Quelle: Befund Krebs 4/2017

13.11.17

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