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Tipps für den Alltag mit einer Pollenallergie

Frühling bedeutet für viele Allergiker laufende Nasen, Augenjucken und Niesreiz. Diese Heuschnupfensymptome erscheinen auf den ersten Blick zwar als lästig, sind jedoch ungefährlich. Doch etwa 40 % der Betroffenen mit unbehandeltem Heuschnupfen entwickeln laut Deutscher Atemwegsliga im Laufe der Zeit allergisches Asthma. Das Meiden der allergieauslösenden Substanzen ist neben der medikamentösen Behandlung daher sehr wichtig.

Sinnvoll ist es daher, sich einen Pollenflugkalender zuzulegen oder den Pollenwarndienst in Anspruch zu nehmen. Die Zeiten bzw. Regionen, in denen die Belastung mit den allergieauslösenden Pollen hoch sind, sollten Betroffene meiden. Laut Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst ist die Hauptblütezeit der verschiedenen Pflanzen im Frühling folgendermaßen:

  • April: Pappel, Weide, Esche, Hainbuche, Birke, Buche, Eiche
  • Mai: Eiche, Kiefer, Gräser, Spitzwegerich, Roggen
  • Juni: Gräser, Spitzwegerich, Roggen, Brennnessel
  • Juli: Gräser, Spitzwegerich, Brennnessel, Beifuß

Allerdings können bei Heuschnupfenallergiker auch früher oder später aufgrund der Vor- bzw. Nachblüte oder der klimatischen Bedingungen Beschwerden auftreten. Ein milder Winter beispielsweise kann dazu führen, dass Pollen schon früher unterwegs sind. Die Flugzeit ist zudem abhängig von der Region, in der sich der Betroffene befindet. So beginnt die Hauptblüte beispielsweise der Esche im westdeutschen Raum schon Ende März, im norddeutschen Raum jedoch erst Mitte April.

Eine weitere Möglichkeit ist, Urlaub in einem allergenarmen Klima zu machen. So wachsen beispielsweise in Regionen über 1.500 Metern nur noch wenige Pflanzen, sodass auch die Pollenbelastung geringer ist. Auch an der Nord- oder Ostsee befinden sich wenig Allergene in der Luft. Dadurch und aufgrund der kühlen Luft können Betroffene wieder tiefer einatmen, sodass die sauerstoffreiche Luft auch die ansonsten schlecht belüfteten Lungenabschnitte wieder besser erreicht. Die salzreiche Luft hilft zudem, Schleimansammlungen in den Atemwegen zu lösen. Empfehlenswert ist es, den Urlaub zur Hauptblütezeit des Allergens anzusetzen.

Verhaltenstipps für Betroffene

  • Pollenallergiker sollten auf längere Aufenthalte im Grünen vor allem auf Feldern und blühenden Wiesen verzichtet werden.
  • Der Rasen vor dem Haus sollte möglichst kurz gehalten werden. Zudem ist es sinnvoll, im Garten keine Pflanzen anzubauen, deren Pollen die Allergie verursachen oder verstärken würden.
  • Betroffene sollten in ihrem Auto einen Pollenfilter einbauen und während des Fahrens die Fenster nicht öffnen.

Des Weiteren sollten Betroffene versuchen, ihre Wohnung möglichst allergenfrei zu halten:

  • Das Lüften zur richtigen Zeit kann helfen, die Pollendichte in der Wohnung zu reduzieren. In der Stadt empfiehlt die Deutsche Haut- und Allergiehilfe morgens zwischen 6–8 Uhr die Fenster zu öffnen. Auf dem Land sind zu dieser Zeit (4–6 Uhr) jedoch die meisten Pollen unterwegs. Betroffene in ländlichen Gebieten sollten daher abends zwischen 19 und 24 Uhr lüften. Pollenschutzgitter behindern das Eindringen von Pollen in die Wohnung und sollten zumindest am Schlafzimmerfenster angebracht werden.
  • Pollenallergiker sollten zudem darauf achten, möglichst wenig Allergene ins Schlafzimmer bzw. ins Bett zu bringen. Daher sollten sie ihre Haare möglichst vor dem Schlafengehen waschen, um die Ablagerung der Pollen aus den Haaren auf dem Kopfkissen zu verhindern. Da sich auch auf der Kleidung Allergene befinden, sollte man sich außerhalb des Schlafzimmers ausziehen. In dem Schlafzimmer sollten sich zudem keine blühenden Pflanzen befinden.
  • Frisch gewaschene Wäsche sollte nicht draußen getrocknet werden, da sich sonst Pollen darauf absetzen können.
  • Luftwäscher und -reiniger können zudem helfen, die Pollendichte in der Wohnung zu reduzieren. Luftwäscher filtern mithilfe von Wasser Pollen aus der Luft. Zusätzlich wird die Luft befeuchtet. Luftreiniger dagegen saugen die Luft an und leiten sie durch einen Filter, der die Pollen aus der Luft herausfiltert.
  • Die Pollendichte in der Wohnung kann auch durch Putzen verringert werden. Glatte Fußböden und Möbelstücke sollten feucht abgewischt werden. Möglich ist auch, den Fußboden oder Teppich abzusaugen.

Das Staubsaugen sowie der Wechsel des Staubbeutels wirbelt jedoch viel Staub auf. Daher empfiehlt die Deutsche Haut- und Allergiehilfe Staubsauger mit Sprühdrucksystem, bei dem die Luft direkt in ein Wasserbad geleitet und dort von Milben, Staub und Pollen befreit wird. Empfohlen werden kann auch en Staubsauger mit HEPA-Filter, der Schwebstoffe aus der Luft filtert.

Quelle: COPD und Asthma 1/2016

18.05.16

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