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Die wichtigsten Unterschiede von COPD und Asthma

Die klassischen Krankheitszeichen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sind Atemnot, Husten und Auswurf. Auch bei Asthma treten diese Symptome auf, insbesondere im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium, die Ursachen, Voraussetzungen und Situationen unterscheiden sich jedoch. Eine sorgfältige Diagnosestellung ist hier sehr wichtig, da beide Lungenerkrankungen unterschiedlich behandelt werden.

Asthma betrifft Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, seltener Ältere. Die Erkrankung, insbesondere wenn sie im Kindesalter beginnt, kann durch Viren ausgelöst werden. Sehr häufig ist das Asthma aber auch mit einer Allergie vergesellschaftet. Eine Überempfindlichkeit der Lunge auf bestimmte Stoffe ist oftmals der Auslöser eines Asthmaanfalls: Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare, aber auch Reize wie Kälte oder Belastungssituationen gehören dazu. Ein Anzeichen eines therapeutisch schlecht eingestellten Asthmas oder ein drohenden Asthmaanfalls ist ein trockener Husten und eine meist schnell beginnende Atemnot. Beim akuten Asthmaanfall steht eine plötzlich auftretende Atemnot im Vordergrund. Dabei ist der Auswurf beim Asthma klar und zäh.

Die COPD beginnt i. d. R. ab dem 40. Lebensjahr und ist oftmals die Folge langjährigen Rauchens. Typisch für die Raucher, aber auch für die COPD, ist eine chronische Bronchitis, die im Lauf der Zeit zu einer Verengung der Atemwege (Atemwegsobstruktion) führen kann. Dieser Prozess beginnt schleichend. Am Anfang der Erkrankung kommt die Atemnot nur bei Belastung vor, im weiteren Fortschreiten auch in Ruhe. Wegen des schleichenden Erkrankungsbeginns werden diese Symptome meistens negiert und erst spät als krankhaft bemerkt. COPD-Patienten husten vor allem morgens viel Schleim ab und leiden dann besonders häufig unter Atemnot. Typisch ist leider, wahrscheinlich wegen des schleichenden Erkrankungsbeginns und des dadurch bedingten verzögerten Therapiestarts, dass die verordneten Medikamente im Gegensatz zum Asthma viel schlechter wirken. Entscheidend für den langfristigen Therapieerfolg ist daher, möglichst früh nicht mehr zu rauchen, die Nummer eins unter den die COPD verursachenden Gründen. Ist das Vollbild der COPD diagnostiziert, ist darüber hinaus die dauerhafte Einnahme der vom Hausarzt verschriebenen Medikamente wichtig.

Beim Asthma ist der häufig wechselnde Zustand mit einer Verschlechterung der Lungenfunktion typisch, aber auch u. U. längere normale Intervalle, in denen der Arzt normale Werte misst. Die COPD ist dagegen durch eine dauerhafte Einschränkung charakterisiert, wobei sich der erhöhte Atemwegswiderstand und die Einsekundenkapazität (FEV1) durch ein inhalatives bronchialerweiterndes Medikament kaum oder gar nicht verändert.

Die höchste Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft während einer verstärkten Ausatmung (Atemstoßtest) wird mithilfe des Peak-Flow-Meters gemessen – und eignet sich zur Selbsttestung der Patienten zu Hause. Bei Asthmapatienten, nicht jedoch bei der COPD, zeigen stark schwankende Werte die Instabilität und damit die Notwendigkeit zur Intensivierung der Therapie an. Die Peak-Flow-Messung eignet sich somit für den Asthmapatienten a) zur Selbstkontrolle und b) zur Diagnostik, wenn ansonsten immer nur normale Lungenfunktionswerte gemessen werden.

Quelle: COPD und Asthma 01/2013

14.06.13

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