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Entstehung von Warzen

Warzen sind Viruserkrankungen, die durch das humane Papillomavirus (HPV), ein DNA-Virus, hervorgerufen werden und höchst infektiös sind. Diese Viren verursachen Neubildungen der Haut mit einer Inkubationszeit, die je nach Warzentypus und Patient von sechs Wochen bis zu 20 Monaten reichen kann. Insgesamt differenziert die medizinische Wissenschaft circa 100 HPV-Typen, die aber nur zum Teil humanpathogen sind.

Papillome bezeichnen in der medizinischen Fachsprache Hautwucherungen, die unter die Gruppe der benignen (gutartigen) Tumoren fallen. Sie entstehen durch eine vermehrte Zellteilung (Proliferation): Die HP-Viren gelangen durch kleine Verletzungen in die obere Hautschicht. Zunächst verdickt sich die Haut an der Eintrittsstelle, verhornt und bildet Wucherungen. Die gemeine Warze beispielsweise wird vorwiegend durch HPV 2 und 4 provoziert. Die Warze wölbt sich einige Millimeter schuppenartig aus der Hautoberfläche nach außen, wächst im Laufe von Wochen und Monaten zunächst langsam, kann dann aber eine beträchtliche Größe annehmen.

Viruswarzen werden durch Kontaktinfektion übertragen. Sind die Hautzellen einmal infiziert, vermehren sich die Viren und werden an der Oberfläche wieder freigesetzt, weshalb die Wahrscheinlichkeit, sich selbst anzustecken, bei Viruswarzen sehr hoch ist. Durch Aufkratzen der Warze kann sich das infizierte Körpergewebe an anderen Stellen zu Tochterwarzen entwickeln und im weiteren Verlauf gar zu Beeten zusammenwachsen.

Im Allgemeinen sind Warzen wenig ansteckend. Die Empfänglichkeit für Warzen kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein und einige Menschen bekommen nie Warzen. Warum dies so ist, ist bislang noch nicht bekannt. Es gibt zwar einige Umweltfaktoren, die eine Ansteckung begünstigen, wie beispielsweise ein feuchtes Milieu, doch müssen sie keineswegs zwangsläufig zur Neubildung von Warzen führen.

Weitere Ursachen für die Entstehung von Warzen

Als gesichert gilt jedoch der Zusammenhang zwischen einem Befall mit Warzen und z. B. trockener Haut, Heuschnupfen oder Allergien. All dies sind Hinweise, die auf ein Ungleichgewicht im Immunsystem hindeuten. Darüber hinaus kann die Entstehung von Warzen auch durch Akrozyanose begünstigt werden – eine Krankheit, die an Händen, Füßen, Knien und Nase zu blauroter Verfärbung führt und bei stärkerer Abkühlung die Bildung hellroter Flecken hervorrufen kann. Akrozyanose beginnt in der Pubertät und schwinden i. d. R. nach ein paar Jahren wieder. Die Haut fühlt sich kalt und feucht an, wobei es an Händen und Füßen gelegentlich auch zu einem Taubheitsgefühl kommen kann. Als Ursache der gesteigerten Kälteempfindlichkeit wird eine neurohormonale Regulationsstörung angenommen, die unter anderem die Entstehung von Warzen, aber auch von Mykosen (Pilzkrankheiten) und Pernionen (Frostbeulen) begünstigt.

Sumi Jessien

28.07.14

Entstehung
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