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Weltdiabetestag am 14. November

Anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November fanden in ganz Österreich zahlreiche Veranstaltungen statt, die über die Stoffwechselerkrankung informieren.

Am 14. November wurde Sir Frederic Grant Bantig geboren, der gemeinsam mit Herbert Best 1921 das Insulin entdeckte und in die Therapie einführte. Aus diesem Grund wird weltweit an diesem Datum der Weltdiabetestag gefeiert. Laut Österreichischer Diabetiker Vereinigung (ÖDV) wurde dieses Jahr ein Fokus auf die Förderung der Früherkennung von Typ-2-Diabetes sowie dessen frühzeitige Behandlung gelegt, um das Risiko von Folgeerkrankungen zu reduzieren. Denn eine verspätete Diagnose bedeute, dass viele Betroffene mit Typ-2-Diabetes an mindestens einer Folgeerkrankung leiden werden, darunter Blindheit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenversagen sowie Amputation der unteren Gliedmaßen. „Eine Diabeteserkrankung ist für die Betroffenen eine große Herausforderung im Alltag. Es gibt aber kaum eine Erkrankung, bei der jeder einzelne so viel zum günstigen Verlauf beitragen kann“, sagt Anna Mayer, Bundesvorsitzende der ÖDV. Daher fanden anlässlich des Weltdiabetestages auch zahlreiche Informationsveranstaltungen statt.

Infotage für Betroffene

So etwa ein Diabetes-Infotag am Samstag, den 12. November, im Landeskrankenhaus Villach. Neben einer Ausstellung mit neuen Produkten für Betroffene, konnten sich Interessierte auch individuell beraten lassen, z. B. zur Ernährung oder Blutwertemessung. Weiters standen ab 14.45 Uhr Vorträge von Experten am Programm. Ein weiterer Infotag ging am Samstag, 13. November, im Landeskrankenhaus Laas bei freiem Eintritt über die Bühne. Ab 8.30 Uhr konnten sich Besucher eine Ausstellung ansehen, ab 9.15 Uhr referierten Experten zu unterschiedlichen Themen, und um 9.45 Uhr gab es die Möglichkeit zur ernährungsmedizinischen Beratung und Blutzuckermessung. Auch in St. Veit fand am Freitag, 11. November, ab 15 Uhr, im ÖDV-Vereinstreff in der Bahnhofstraße ein Infotag zu Diabetes statt, der Vorträge sowie Informationen zur Blutzuckermessung gab.

Kritische Worte

Kritisch sieht den Weltdiabetestag Dr. Erich Wolfrum als Obmann der Aktiven Diabetiker Austria (ADA): „Es gibt so viele Welttage und so viele forschende Pharmafirmen, die versuchen, Verbesserungen im Leben von Betroffenen zu erreichen. Vermissen müssen wir aber die Möglichkeiten, wie Spezialisten mit Betroffenen überhaupt ins Gespräch kommen.“ Welttage zur Vergrößerung der Bedeutung von Pharmaarbeit und ärztlicher Forschung müsse man laut Dr. Wolfrum über sich ergehen lassen, beratende Krankenschwestern würde man jedoch vergeblich suchen. „Dieser traurige Zustand wird durch viele gesetzliche Maßnahmen hervorgerufen. Wir versuchen seit Jahren vergeblich, die Stolpersteine zu entfernen“, so Wolfrum. Was bliebe, seien die Gruppentreffen, die u. a. von den ADA angeboten werden, um dort zu lernen, wie Betroffene mit den Herausforderungen umgehen können.

Quelle: Befund Diabetes Österreich 2/2016

02.12.16

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