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Akne: Mit Behandlung Narben verhindern

Mitesser, Knötchen, Eiterbläschen – sie sind typische Anzeichen für Akne. Doch Betroffene – i. d. R. vor allem Jugendliche – leiden nicht nur unter den Beschwerden, die mit dem veränderten Hautbild einhergehen, sondern auch unter den psychischen Folgen ihrer Erkrankung.

Das veränderte Erscheinungsbild, vor allem im Gesicht, löst Schamgefühle aus, sie ziehen sich aus sozialen Beziehungen zurück, isolieren sich, aus Angst, unangenehme Blicke oder Ablehnung ertragen zu müssen. Dies kann u. U. zu Depressionen führen. Ob sich eine Depression entwickelt, hängt dabei weniger von der Schwere der Akne ab, sondern vor allem davon, wie Betroffene die Erkrankung verarbeiten und wie das Umfeld darauf reagiert.

Die Behandlung von Akne sollte u. a. der Vorbeugung von Narben dienen und zusätzlich auf die Linderung psychischer Belastungen zielen, sofern dies notwendig ist.

Hormonelle Veränderung ist die Ursache

Akne tritt meist erstmals um das zwölfte Lebensjahr herum auf und betrifft Jungen und Mädchen gleichermaßen. Doch selbst im Erwachsenenalter kann Akne erstmals auftreten. Auslöser sind i. d. R. hormonelle Veränderungen, die mit der beginnenden Pubertät einhergehen. Aufgrund dieser hormonellen Veränderungen bilden Talgdrüsen mehr Talg als zuvor (Talgsdrüsenüberfunktion). In der Folge kann der Talg nicht mehr wie gewohnt abfließen, es bilden sich sog. Mitesser (Komedonen), die offen oder geschlossen sein können und meist an der Nase und auf der Stirn auftreten, aber auch die Oberarme, das Dekolleté oder die Schultern können betroffen sein.

Siedeln sich an den betroffenen Stellen Bakterien an, können sich darüber hinaus Knötchen und Eiterbläschen bilden, die häufig auf den Wangen und am Hals auftreten. Schlimmstenfalls entstehen Abszesse, Entzündungen oder Fisteln. Dies ist aber nur selten der Fall.

Bei den meisten Betroffenen klingen die Beschwerden nach ein bis zwei Jahren wieder ab. Doch bei etwa 40 % der Jugendlichen halten die Beschwerden über viele Jahre bis ins Erwachsenenalter an. Dann handelt es sich um eine sog. klinische Akne, die unbedingt behandelt werden sollte.

Dermatologe erstellt Behandlungsplan

Eine Behandlung der Akne ist vor allem deshalb so wichtig, weil dadurch Narben verhindert werden können. Grundsätzlich können Hautveränderungen äußerlich mit sog. lokalen (topischen) Medikamenten behandelt werden, die auf die Haut aufgetragen werden. In schweren Fällen ist es auch möglich, Akne systemisch zu behandeln, also mit der Einnahme von Medikamenten. Welche Behandlung den größten Erfolg verspricht, sollten Betroffene am besten mit einem Dermatologen besprechen, der einen Behandlungsplan ausarbeitet und Mittel zum Auftragen auf die Haut verordnen kann.

Bis die Behandlung Wirkung zeigt, vergehen i. d. R. einige Wochen. U. U. kann es auch zu einer Anfangsverschlechterung kommen. Doch das Durchhalten lohnt sich, denn das Hautbild bessert sich meist bei einer kontinuierlichen Behandlung deutlich. Wenn Mitesser und Co. zurückgehen, schließt sich eine Erhaltungstherapie an, die wichtig ist, um Rückfällen vorzubeugen.

Zusätzlich zur Behandlung durch einen Dermatologen kann die Unterstützung von Kosmetikern Erfolge erzielen. Sie können die Haut professionell pflegen und reinigen. Betroffene sollten niemals selbst ihre Pickel ausdrücken, da dies zu Narben und u. U. auch zu Entzündungen führen kann.

Akne-Patienten sollten zur Pflege ihrer Haut Seifen und Waschlotionen verwenden, die pH-neutral sind und kein Parfüm enthalten. Auch fettige und ölhaltige Pflegeprodukte sind unbedingt meiden, um Poren nicht zusätzlich zu verstopfen.

Quelle: Patient und Haut 1/2018

11.10.18