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Atemsweginfektionen bei COPD

Die Symptome von Asthma und COPD können sich bei einer Erkältung verschlimmern. Aus diesem Grund ist es wichtig, Infekten vorzubeugen und sie, falls es bereits zu einer Ansteckung gekommen ist, möglichst rasch zu behandeln. Insbesondere bei COPD führen Erkältungen rasch zu einer Exazerbation, in deren Folge schlimmstenfalls eine Behandlung im Krankenhaus notwendig wird, weil die Atemnot zu groß ist.

Zur Vorbeugung von Atemwegserkrankungen lässt sich einiges tun, ganz vermeiden lässt sich die Ansteckung i. d. R. jedoch nicht. Sinnvoll ist es in jedem Fall, sich mit einer chronischen Erkrankung wie Asthma oder COPD bereits im Oktober gegen Grippe impfen zu lassen. Dann besteht den gesamten Winter zumindest ein gewisser Schutz gegen die Virusgrippe. COPD-Patienten sollten sich zudem gegen eine Infektion mit Pneumokokken impfen lassen.

Infekten vorbeugen

Neben Impfungen gibt es noch weitere Möglichkeiten, Atemwegsinfekten vorzubeugen. So ist in erster Linie gute Hygiene wichtig. Das bedeutet u. a., sich zur Erkältungszeit regelmäßig gründlich die Hände zu waschen, selbst wenn man niemanden die Hand geschüttelt hat. Erkältungs- und Grippeviren können nämlich eine gewisse Zeit auch auf Türklinken oder Handknäufen, auf Lichtschaltern, Fernbedienungen und anderen Gegenständen überleben. Ganz wichtig ist auch eine gesunde, vitaminreiche Ernährung, die das Immunsystem stärkt. Einem starken Immunsystem gelingt es leichter, Krankheitserreger abzuwehren, sodass es gar nicht erst zu einem Infekt kommt.

Auch regelmäßige Bewegung trägt dazu bei, die Abwehrkräfte zu stärken. Aufenthalte an der frischen Luft – natürlich in dem Wetter angemessener Kleidung –, Saunabesuche und ein- bis zweimal wöchentlich Sport härten das Immunsystem ab. Da trockene Atemwege anfälliger für Viren sind, sollten Menschen mit Asthma oder COPD darauf achten, ihre Atemwege feucht zu halten, z. B. durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, aber auch durch eine ausreichend feuchte Raumluft. Luftbefeuchter oder Pflanzen tragen zu einem guten Raumklima bei.

Daneben sollten Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen größere Menschenmengen meiden, um das Risiko einer Ansteckung mit Grippe- oder Erkältungsviren zu verringern. Wo es sich nicht vermeiden lässt, mit vielen Menschen in Kontakt zu treten (z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln), kann auch ein Mundschutz helfen.

Was tun bei Ansteckung?

Nicht immer klappt es, Erkältungskrankheiten aus dem Weg zu gehen. Ist ein Infekt im Anflug, sollten Menschen mit Asthma oder COPD rasch handeln. Bei COPD hat es sich einer Studie des Universitätsspitals Basel zufolge bewährt, kurzfristig die Medikamentendosis zu erhöhen. Auf diese Weise verliefen Exazerbationen milder, die Menge der verordneten Antibiotika verringerte sich, genauso die Zahl der Krankenhausaufenthalte. Wer an COPD erkrankt ist und eine Exazerbation aufgrund eines Infekts befürchtet, sollte daher den Arzt aufsuchen und fragen, inwieweit eine Erhöhung der Medikamentendosis infrage kommt.

Selbstverständlich müssen bei einem Infekt auch die Medikamente, die gegen Asthma verordnet wurden, weiter genommen werden. Genug Ruhe und eine ausreichende Trinkmenge sowie Hausmittel wie Inhalieren mit Salzwasserdampf können dazu beitragen, dass der Infekt leichter verläuft und die Atemwegsprobleme sich in Grenzen halten.

Quelle: allergikus 3/2018

18.03.19

Atemsweginfektionen