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Biofeedback-Training bei Asthma

Wie das Ärzteblatt berichtet, haben Psychologen der Southern Methodist Universitiy in Dallas ein sog. Biofeedback-Training erprobt, bei dem Asthmapatienten den Kohlenstoffdioxidgehalt in ihrer Ausatemluft überprüfen. Die gemessenen Werte sollen ihnen ein Feedback geben und so helfen, eine ruhigere Atemtechnik zu erlernen.

Viele Asthmapatienten haben Angst zu ersticken. Dies verleitet sie dazu, schneller zu atmen. Die sog. Hyperventilation tritt nicht nur während, sondern auch in den Zeitspannen zwischen den Asthmaanfällen auf. Ein Biofeedback-Training, bei dem mithilfe eines Kapnometers der Kohlenstoffdioxidgehalt in der Ausatemluft gemessen wird, soll den Patienten helfen, ruhiger zu atmen.

Besserung der Symptome

An der Studie der amerikanischen Psychologen nahmen insgesamt 120 Betroffene teil. Sie wurden in zwei gleich große Gruppen mit jeweils 60 Personen aufgeteilt, wobei die eine Hälfte dem Biofeedback-Training, die andere Hälfte einer konventionellen Betreuung zugeteilt wurde. Die Asthmapatienten der Biofeedback-Gruppe trainierten in Sitzungen, die unter Aufsicht in der Klinik stattfanden, den Kohlenstoffdioxidgehalt in der Ausatemluft möglichst gering zu halten. Die Atemübungen sollten die Patienten zweimal täglich daheim wiederholen. Hierfür erhielten sie tragbare Kapnometer. Nach fünf Sitzungen hatten sich die Kohlenstoffdioxidwerte sowie andere Lungenfunktionsparameter gebessert und die Patienten litten weniger unter Asthmasymptomen.

Zudem führten die Psychologen einen Provokationstest durch. Dieser dient zum Nachweis einer Überempfindlichkeit der Bronchien. Dem Asthmapatienten wird stufenweise mit ansteigender Dosierung ein Muskarinrezeptor-Agonist verabreicht. Diese Substanz verengt die Bronchien und löst so bei einer Überempfindlichkeit Symptome wie Atemnot oder Husten aus. Nach dem Training an dem Kapnometer zeigten die Asthma-Patienten bei dem Provokationstest eine ruhigere Atmung sowie eine geringere Atemreaktion. Grund hierfür ist laut den Psychologen die Psyche der Betroffenen. Denn durch das Atemtraining hätten die Patienten die Angst vor dem Provokationstest verloren. Auch nach sechs Monaten waren die positiven Effekte noch nachweisbar, sodass die Psychologen von einem nachhaltigen Lernerfolg ausgehen.

Quelle: COPD und Asthma 1/2015

26.06.15