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Erfahrungsbericht einer Psoriasis-Patientin

Gruppenreise ans Tote Meer

Mein Name ist Marion Socher. Ich bin Selbsthilfegruppen-Leiterin, Psoriatikerin und Mutter von zwei Neurodermitiskindern. Meine Gruppe ist 2007 vom 29.08.2007 bis zum 10.09.2007 nach Jordanien ans Tote Meer geflogen.

Wir sind zum Glück abends angekommen – da haben wir die 45 Grad tagsüber im Schatten nicht mitbekommen. Mein großer Sohn (8 Jahre) und der Mittlere (6 Jahre) haben eine leichte Neurodermitis, bei der man jeden Tag eine Besserung verzeichnen konnte.

Ich habe die Kinder nicht ins Tote Meer gelassen, weil es mir zu riskant war. Ich habe die Erfahrung gemacht, nicht mit offenen Stellen ins Wasser zu gehen. Allein das Spielen in der Sonne und das Klima haben aber eine deutliche Verbesserung der Haut gezeigt. Der Juckreiz war am Anfang zwar noch sehr hoch: Durch die Hitze, die die Kinder nicht gewohnt waren, war er aber nach ein paar Tagen weg. Die Kinder haben die zwei Wochen wirklich genossen.

Mein Empfinden bezüglich der Gruppenreise 2007 war anders als sonst: Wir waren eine sehr große Gruppe mit vielen neuen Gesichtern. Walter (mein Stellvertreter) hat die Leute von München mitgenommen. Diese Gruppe ist nachts im Hotel angekommen, wo ich auf sie gewartet habe. Nach einer Begrüßung konnte der ein oder andere noch kurz was essen, aber die meisten zogen sich in ihre Zimmer zurück. Der harte Kern hat sich noch am Pool getroffen und lange geplaudert.

Am anderen Tag zeigte Walter den Leuten die Anlage und ich kümmerte mich um Kleinigkeiten wie Zimmertausch usw. Es dauert doch immer ein bisschen, bis sich jeder zurechtfindet, aber es haben doch alle geschafft. Das Gute an unserem Hotel ist, dass die Klinik direkt in der Anlage befindet und dass das Natursolarium direkt am Strand liegt. Das Meer geht allerdings – wie ich die letzten Jahre beobachten konnte – immer mehr zurück.

Die Tage vergingen wie im Flug. Jeder Tag war ein neues Abenteuer, das Walter und ich aber immer bestanden haben. Solche Eindrücke kann man auch nicht mit Bilder erfassen, so was muss man miterleben. Am 10.09.07 ging dann wieder mein Flieger in Richtung Frankfurt. Ehrlich gesagt war ich froh, wieder heimzufliegen, da ich durch die Kinder nicht dazu kam, meiner eigenen Psoriasis nachzugehen. Man braucht wirklich drei Wochen Zeit um sich ganz seiner Haut zu widmen.

Die Reise – gerade auch mit Kindern – war für mich eine tolle Erfahrung. Das Tote Meer ist für mich die einfachste Methode einmal einen erscheinungsfreien Tag, Woche oder über Monate zu erleben. Totes Meer und Jordanien, wir sehen uns wieder.

Marion Socher
SHG Auerberg

08.02.08