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Feuchtigkeit statt Fett – die richtige Hautpflege im Sommer

Die Sonne scheint, Schwimmbad und Co. öffnen ihre Pforten … – für Kinder und Erwachsene bedeutet dies i. d. R. jede Menge Spaß. Für die Haut bedeutet es jede Menge Stress.

Denn im Sommer ist die Haut der vermehrten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Aber auch die warmen Temperaturen und das damit verbundene vermehrte Schwitzen stellt an die Haut besondere Anforderungen: Die Haut verliert durch Schwitzen Feuchtigkeit und der Hydrolipidfilm, der die Haut vor Umwelteinflüssen schützt, wird in seiner Funktion gestört. Während Schwitzen für den Körper vor allem Abkühlung bedeutet, hat die Haut dadurch jede Menge Arbeit. Auch Chemikalien im Schwimmbadwasser oder Salz im Meerwasser können der Haut zu schaffen machen.

UV-Schutz ist wichtig

Deshalb braucht die Haut im Sommer eine spezielle Pflege. An erster Stelle steht hierbei der umfassende Schutz vor Sonneneinstrahlung (UV-Schutz), denn der Eigenschutz der Haut gegenüber den Sonnenstrahlen ist begrenzt (abhängig vom Hauttyp zehn bis 30 Minuten). Der Lichtschutzfaktor (LSF) der Sonnencreme gibt dabei Aufschluss über die Intensität ihrer Wirkung. Die Auswahl des LSF richtet sich vor allem nach dem Hauttyp. Wer besonders helle Haut hat, sollte unbedingt zu einer Sonnencreme mit einem hohen LSF (30 und mehr) greifen. Auch für dunklere Hauttypen gilt: LSF 20 ist ratsam.

Das Eincremen mit einer Sonnencreme beugt einem Sonnenbrand vor und ist damit die beste Vorsorge gegen Hautkrebs. Denn: Das Hautkrebsrisiko steigt mit jedem Sonnenbrand, da durch die UV-Strahlen Schäden in der Haut entstehen können. Außerdem sind Sonnenstrahlen für die Alterung der Haut mit verantwortlich. Dies gilt auch für die Lippen, die besonders empfindlich auf die Einstrahlung der Sonne reagieren können. Auch hier gibt es spezielle Lippenpflege, die bereits einen LSF enthält.

Um einen ausreichenden Schutz mit Sonnencreme zu erreichen, muss diese sorgfältig und nicht zu dünn aufgetragen werden. Nur dann ist die Haut vor den UV-Strahlen geschützt. Wasserfeste Sonnencremes eigenen sich dabei vor allem für den Schwimmbadbesuch, aber auch für alle, die viel schwitzen, da die Creme dann besser auf der Haut verbleibt.

Haut trocken und geschmeidig halten

Während Kälte und trockene Heizungsluft im Winter vor allem eine fetthaltige Pflege notwendig macht, braucht die Haut im Sommer vermehrt Feuchtigkeit. Deshalb ist es wichtig, in erster Linie feuchtigkeitsspendende Produkte zu verwenden. Wenn der Feuchtigkeitsverlust der Haut über die Pflege ausgeglichen wird, bleibt die Haut schön und geschmeidig.

Im Sommer können sich auf der Haut außerdem aufgrund der stärkeren Schweißbildung vermehrt Pickel (vor allem im Gesicht) bilden. Durch den Schweiß und die vermehrte Talgbildung verstopfen die Poren. Deshalb gehört eine tägliche Reinigung der Haut zur Pflege unbedingt dazu. Eine tiefenreinigende Maske (einmal wöchentlich) beugt zusätzlich Hautunreinheiten vor.

Pflege bei Hauterkrankungen

Wer unter einer Hauterkrankung leidet, sollte ebenfalls die besonderen Ansprüche an die Haut im Sommer berücksichtigen. Gerade dann ist eine umfassende Pflege besonders wichtig, da die Haut u. U. noch empfindlicher auf die Einflüsse des Sommers reagiert.

Auch hier gilt i. d. R.: mehr Feuchtigkeit, weniger Fett – z. B. für Betroffene mit Psoriasis oder Neurodermitis. Denn sehr fetthaltige Produkte können verhindern, dass die Körperwärme über das Schwitzen und die Haut abgegeben werden kann. In der Folge können, etwa bei Patienten mit Neurodermitis, Ekzeme und Juckreiz entstehen. Deshalb sind im Sommer Öl-in-Wasser-Emulsionen besonders geeignet. Sie beruhigen die irritierte Haut, ziehen schnell ein und kühlen die Haut angenehm. Cremes und Lotionen mit Meerwasser spenden Feuchtigkeit, wirken entzündungshemmend und fördern die Hauterneuerung. Grundsätzlich ist es für Betroffene wichtig, dass sie die Pflege im Sommer auch mit ihrem behandelnden Arzt absprechen, da auch in Einzelfällen, z. B. bei Neurodermitispatienten mit sehr trockener Haut, eine fetthaltige Pflege sinnvoll sein kann.

Auch bei Menschen mit einer Hauterkrankung steht zusätzlich der Sonnenschutz an erster Stelle. Dies gilt vor allem für Rosazeapatienten, da sich bei ihnen durch die vermehrte Sonneneinstrahlung das Krankheitsbild verstärken kann.

Grundsätzlich sollten Menschen mit einer Hauterkrankung die Inhaltsstoffe von Sonnenschutz- und Pflegeprodukten immer genau unter die Lupe nehmen, da u. U. die Möglichkeit besteht, dass die Haut darauf allergisch reagiert.

Um eine Reizung der Haut durch Schwitzen und die damit entstehende Feuchtigkeit zu verhindern, kann das Tragen luftiger Kleidung helfen. Die Feuchtigkeit kann so leichter verdunsten. Um deren Verlust auszugleichen, ist es wichtig, ausreichend zu trinken (zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßten Tee am Tag). Wer dies beherzigt, löscht nicht nur seinen Durst, sondern tut auch seiner Haut etwas Gutes.

Quelle: Patient und Haut 1/2018

01.08.18