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Stillen kann Risiko für Asthma verringern

Babys, die in den ersten sechs Monaten nach ihrer Geburt ausschließlich gestillt worden sind, haben einer Studie zufolge ein geringeres Asthmarisiko. Das berichten niederländische Forscher des Erasmus Medical Centers in Rotterdam in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift European Respiratory Journal.

Die Wissenschaftler um Dr. Agnes Sonnenschein-van der Voort sammelten Daten von mehr als 5.000 Neugeborenen und ermittelten, ob die Kinder in den ersten zwölf Lebensmonaten gestillt wurden, wann sie abgestillt wurden und ob und ab wann sie andere Nahrungsmittel erhalten hatten. Ein, zwei, drei und vier Jahre nach der Geburt der Kinder erhielten die Eltern erneut einen Fragebogen; diesmal ging es darum, ob die Kinder Asthmasymptome entwickelt hatten.

Die Kinder, die gar nicht gestillt worden waren, wiesen ein erhöhtes Risiko für Röcheln, Kurzatmigkeit, trockenem Husten und einer Verschleimung der Atemwege in ihren ersten vier Lebensjahren auf, verglichen mit denen, die im ersten halben Jahr ausschließlich mit Muttermilch gefüttert worden waren. Auch bei Kindern, die in den ersten vier Lebensmonaten gestillt wurden, zusätzlich aber auch eine andere Nahrung als Muttermilch erhalten hatten, war das Risiko, solche Symptome zu entwickeln, höher als bei denjenigen, die vier Monate lang ausschließlich gestillt worden waren.

Dr. Sonnenschein-van der Voort verwies darauf, dass ihre Studie erstmals einen Zusammenhang zwischen Asthmaneigung und der Dauer der Stillzeit herstelle. Es seien aber weitere Untersuchungen nötig, um den vorbeugenden Effekt des Stillens auf asthmatische Erkrankungen im späteren Leben zu überprüfen.

Quelle: Allergikus 4/2011

20.02.12