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Die Tumorkonferenz: Expertenaustausch zum Wohle der Patientin

Jedes Jahr erkranken in Deutschland knapp 227.000 Frauen an Krebs. So individuell wie Menschen selbst ist auch ihre Krebserkrankung. Die Therapie sollte deshalb auch immer möglichst genau auf die Patientin und ihr Krankheitsbild abgestimmt werden.

Bei der Aufstellung eines Therapieplans müssen viele Details und Informationen berücksichtigt werden. Aus diesem Grund hat sich in vielen Kliniken seit mehreren Jahren die sogenannte Tumorkonferenz (auch Tumorboard genannt) etabliert.

In der Regel baut eine Therapie immer auf mehreren Säulen auf (z. B. Operation, Bestrahlung, Chemotherapie). Deshalb kommen in dieser Konferenz Spezialisten aus unterschiedlichen medizinischen Fachrichtungen zusammen, um gemeinsam zu entscheiden, von welcher Behandlung die Patientin am meisten profitiert. In dieser Runde von Experten werden aber auch z. B. mögliche Komplikationen besprochen.

An einer Tumorkonferenz sind, abhängig von der jeweiligen Erkrankung, in der Regel internistische Onkologen, Strahlentherapeuten, Chirurgen, Radiologen und Pathologen, aber auch Gynäkologen und Psychoonkologen beteiligt.

Zertifizierte Zentren müssen Fälle in Tumorboards besprechen

Jeder an der Tumorkonferenz beteiligte Mediziner kann eine Beurteilung der Erkrankung und der Behandlung vornehmen. So findet ein gegenseitiger Austausch statt. Das Fachwissen der Experten wird auf diese Weise gebündelt. Betroffene können davon profitieren.

Es sind zudem keine einzelnen Abstimmungsgespräche zwischen Medizinern aus unterschiedlichen Fachrichtungen mehr notwendig. Mit der individuell auf die Patientin abgestimmten Therapie kann schneller begonnen werden. Darüber hinaus wird in den Besprechungen auch die Teilnahme an medizinischen (Behandlungs-)Studien thematisiert.

Ob ein Tumorboard durchgeführt wird, kann ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl einer Einrichtung sein. Vor allem dann, wenn Frauen von einer seltenen Krebserkrankung betroffen sind. Gerade dann ist es wichtig, dass sich Mediziner über die besten Behandlungsmöglichkeiten austauschen.

In welcher Klinik die Fälle von Patientinnen in einer Tumorkonferenz besprochen werden, können Betroffene im Vorfeld ihrer Behandlung erfragen. Sicher ist, dass alle Zentren, die von Fachexperten des Instituts OnkoZert eine Zertifizierung erhalten haben, die Fälle auf einer solchen Konferenz besprechen. Sie erhalten das Gütesiegel nur, wenn sie von der Deutschen Krebsgesellschaft vorgeschriebene Kriterien erfüllen, zu denen auch ein Tumorboard gehört.

Quelle: Leben? Leben! 4/2019

16.04.20

Gynäkologisches Krebszentrum