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Vorsorgeuntersuchungen bei Diabetes

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind für Menschen mit Diabetes sehr wichtig, um Begleit- und Folgeerkrankungen vorzubeugen bzw. sie rechtzeitig zu erkennen. Doch was sind die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen und in welchem Abstand sollten sie durchgeführt werden?

HbA1c-Wert: Der Langzeitblutzuckerwert wird alle drei Monate bestimmt. Er zeigt an, wie die Blutzuckerwerte in den letzten zwei bis drei Monaten im Durchschnitt waren, so der Diabetes Ratgeber. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes sollte alle drei Monate zudem Körpergewicht und Taillenumfang gemessen werden. Denn ungewollte Gewichtsveränderungen können auf eine nicht ausreichende Kontrolle des Blutzuckers hindeuten, informiert die Pharmazeutische Zeitung.

Fußuntersuchung: Diabetes kann zu Nervenstörungen führen, sog. Neuropathien. Daraus kann sich ein diabetisches Fußsyndrom entwickeln – schlecht heilende Wunden oder Geschwüre an den Füßen, die aus kleinen Verletzungen entstehen, die der Betroffene aber wegen seiner Neuropathie zunächst nicht wahrnimmt. Daher sollte jährlich die Nervenfunktion in den Füßen untersucht werden. Hierfür setzt der Arzt eine Stimmgabel sowie Tast- und Drucktests ein.

Urin-Untersuchung: Einmal im Jahr nimmt der Arzt eine Urinprobe und bestimmt den sog. Albumin-Wert. Albumin ist ein Eiweiß. Ist es im Urin enthalten, könnte das auf eine Schädigung der Nieren hinweisen. Bei Typ-1-Diabetes wird dieser Wert ab dem fünften Erkrankungsjahr genommen, so der Diabetes Ratgeber.

Blutfettwerte: Menschen mit Diabetes haben eine erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen. Die Blutfettwerte wie LDL- und HDL-Cholesterin sowie die Triglyzeride sind Risikofaktoren für Gefäßschäden, die sog. Arteriosklerose. Sie sollten ebenfalls einmal jährlich bestimmt werden.

Elektrokardiogramm (EKG): Ein Elektrokardiogramm zeigt auf, ob das Herz richtig durchblutet wird. Es sollte einmal jährlich durchgeführt werden. Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt – aufgrund von Neuropathien kann es bei ihnen auch zu einem sog. stummen Infarkt kommen, d. h. typische Symptome wie Brustschmerzen fehlen, so die Pharmazeutische Zeitung.

Blutdruckmessung: Ein erhöhter Blutdruck ist ein Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlafanfall. Er sollte alle drei Monate bzw. bei jedem Arztbesuch gemessen werden, so der Diabetes Ratgeber. Darüber hinaus empfiehlt sich eine regelmäßige Selbstkontrolle mit einem Blutdruckmessgerät für zu Hause.

Augenärztliche Untersuchung: Bei Diabetes kann es zu Netzhautschäden kommen, die im schlimmsten Fall zur Erblindung führen (diabetische Retinopathie). Frühzeitig erkannt, können Netzhautschäden jedoch i. d. R. gut behandelt werden. Deshalb sollte einmal jährlich eine Augenspiegelung vorgenommen werden.

Vorsorge beim Zahnarzt: Zweimal pro Jahr sollten Menschen mit Diabetes zum Zahnarzt gehen. Diabetes kann zu Zahnfleischentzündungen (Parodontitis) führen. Parodontitis geht wiederum mit einem höherem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher, so die Pharmazeutische Zeitung. Zudem leiden Menschen mit Diabetes häufiger unter Pilzbefall der Mundschleimhaut.

Quelle: Befund Diabetes 1/2018

12.07.18