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Ernährungsumstellung: Jetzt ist Unterstützung gefragt

Nicht selten wird die plötzliche Erkrankung eines Partners an Diabetes mellitus zur Belastungskrise in einer Beziehung. Ein offener Umgang kann jedoch manchen Streit verhindern. Wenn ein Partner krank ist, dann betrifft das auch den anderen. Beim Diabetes müssen sich die Lebenspartner sogar mit einer chronischen Erkrankung auf Dauer arrangieren.

Vor allem die Angst vor Folgeschäden und Einschränkungen beim Essen können die Beziehung zu Partnern und anderen Familienangehörigen belasten. Ebenso ein ständiges schlechtes Gewissen, durch den Diabetes eine Belastung zu sein oder unausgesprochene Vorwürfe wegen der Diabetes-Erkrankung. Dies ist ebenfalls Gift für eine gute Partnerschaft. In einer guten Beziehung sollten Sie über alles sprechen können. Diskutieren Sie auch über die alltäglichen Erlebnisse, Sorgen und Nöte rund um den Diabetes und versuchen Sie, die Position des jeweils anderen zu verstehen.

Vor allem bei Typ-2-Diabetikern kann auch die vom Arzt empfohlene Ernährungsumstellung für Ärger sorgen. Manchmal gelingt das aber auch problemlos. Nämlich dann, wenn die Diagnose bei dem Lebenspartner sogar zum Anlass genommen wird, von nun an gemeinsam einen gesünderen Lebenswandel einzuschlagen – und mehr auf Ernährung und Bewegung zu achten. Wer den Partner an der Krankheit beteiligt, ihm erklärt, wie viel Selbstbestimmung oder Fürsorge er sich wünscht, schafft gute Voraussetzungen für eine entspannte Beziehung. Gleiches gilt für den gesunden Partner. Bietet dieser dem Betroffenen genügend Unterstützung, ohne bevormundend zu wirken, kann vielen Reibereien aus dem Weg gegangen werden.

Eine ausgewogene Ernährung ist neben der regelmäßigen Selbstkontrolle der Blutzucker- und Harnzuckerwerte, dem Führen eines Tagebuches sowie regelmäßiger körperlicher Bewegung das A und O einer erfolgreichen Diabetes-Behandlung. Beim Typ-2-Diabetiker ist in der Regel noch eine geringe Insulinproduktion vorhanden. Werden die Mahlzeiten gleichmäßig über den Tag verteilt, reicht dieses Restinsulin häufig aus, um die Kohlenhydratmengen zu verstoffwechseln. Hinsichtlich der Energiezufuhr gibt es grundsätzlich keine unterschiedlichen Empfehlungen für Diabetiker. Sie sollte so hoch sein, dass ein normales Körpergewicht erreicht bzw. gehalten wird. Dies ist vor allem für den Typ-2-Diabetiker von entscheidender Bedeutung, da die Wirkung des Insulins mit steigendem Körpergewicht abnimmt. Daher führt in den meisten Fällen eine Gewichtsreduktion zu einer Verbesserung oder sogar Normalisierung der Blutzuckerwerte.

Quelle: Befund Diabetes 4/2010

25.03.11

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