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Fettleber als Folgeerkrankung bei Adipositas

Die Wahrscheinlichkeit an einer Fettleber zu erkranken, steigt mit der Erkrankung an Diabetes mellitus, bei Übergewicht und bei Herz-Kreislauferkrankungen, dem Metabolische Syndrom. Bei der ständig steigenden Zahl der Übergewichtigen in Deutschland wird es auch immer mehr Patienten mit einer Fettlebererkrankung geben. Das berichtet die Deutsche Leberstiftung.

Jedes sechste bis siebte Kind oder Jugendliche in Deutschland sei übergewichtig, jedes 16. Kind im Grundschulalter und jeder zwölfte Jugendliche ab 14 Jahren adipös (krankhaft übergewichtig). In Deutschland habe sich die Adipositasrate bei den Jugendlichen ab 14 nahezu verdreifacht im Vergleich zu Daten aus den Jahren 1985 bis 1999. Entwickelt sich dann im Erwachsenenalter eine Fettleber, so kann daraus Leberzirrhose und Leberkrebs entstehen.

Eine Fettleber kann entstehen, wenn die Leber überfordert wird, und verfettet. Sie ist das zentrale Speicher- und Stoffwechselorgan unseres Körpers, das wie ein kompaktes Kraftwerk arbeitet. Sie filtert Schadstoffe aus dem Blut, sondert mit der Galle Stoffwechselprodukte über den Darm ab und reguliert u. a. Fett- und Zuckerstoffwechsel wie auch den Mineral- und Vitaminhaushalt. Sie fungiert wie eine Art chemische Fabrik. In dieser Fabrik werden Eiweiße aus der Nahrung in ihre Bausteine, die Aminosäuren, zerlegt und dann zu körpereigenen Proteinen wie Enzymen, Gerinnungsfaktoren und Hormonen umgebaut. Wird sie mit zu viel Aufgaben betraut, dann kann sich schnell eine sog. Fettleber entwickeln.

Das Fatale daran: Die Leber schmerzt nicht, wenn sie krank wird. Um einer Lebererkrankung vorzubeugen, sind u. a. richtige Ernährung, Bewegung und ein gesunder Lebensstil wichtig. Für viele Risikopatienten ist allerdings eine Gewichtsabnahme nur mit begleitender Ernährungs- oder Verhaltenstherapie erfolgreich. Bei sehr hohem Übergewicht helfen häufig nur bariatrische Therapien, z. B. das Legen eines Magenbypasses. Medikamentös kann die Reduktion des Körpergewichts durch Einsatz von sog. Lipasehemmern, die die Fettresorption im Darm hemmen, unterstützt werden.

Quelle: Ratgeber Metabolisches Syndrom

21.12.12

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