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Zertifizierte Kontinenz- und Beckenboden-Zentren: Experten verschiedener Fachrichtungen garantieren hohe Qualität

Mit den bereits 55 durch die Deutsche Kontinenz Gesellschaft zertifizierten Kontinenz- und Beckenboden-Zentren in elf Jahren konnte die Qualität in der Behandlung von inkontinenten Menschen bundesweit ausgebaut und verbessert werden. Derzeit stehen 25 Zentren erneut zur Rezertifizierung an, die jeweils nach drei Jahren fällig wird. Weitere Anträge für eine Zertifizierung wurden gestellt – für die Patienten bedeutet dies eine Beratung auf höchstem Niveau durch Spezialisten.

„Als interdisziplinäre Fachgesellschaft legen wir entsprechend hohe Maßstäbe bei der Anerkennung der Beratungsstellen an, die mit fünf Abteilungen ein Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum nach unseren Anforderungen bilden können. Damit decken wir das ganze Spektrum der Inkontinenz ab“, sagt Prof. Klaus-Peter Jünemann, Erster Vorsitzender der wissenschaftlichen Gesellschaft mit Sitz in Kassel und Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel.

Seit 2008 hat die Deutsche Kontinenz Gesellschaft die Voraussetzungen für die Zertifizierung von Kontinenz- und Beckenboden-Zentren noch einmal angehoben. Mindestens fünf Fachabteilungen muss ein Zentrum vorweisen. Dazu gehören zwingend die Schwerpunkte Urologie, Gynäkologie und Chirurgie. Zwei weitere Disziplinen, z. B. Geriatrie, Kinder-und Jugendmedizin, Neurologie oder andere können je nach Klinikausrichtung gewählt werden. Es werden nicht nur fachliche, sondern auch personelle, bauliche und apparative Voraussetzungen bei den Audits geprüft. „So gewährleisten wir, dass von uns zertifizierte Zentren Männer, Frauen, Kinder und auch ältere Menschen mit Inkontinenz behandeln können“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Heinz Kölbl, Direktor der Klinik für Gynäkologie, Universitätsmedizin Mainz, und zweiter Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft.

Weitere Bedingungen bei der Vergabe des Qualitätssiegels durch die Deutsche Kontinenz Gesellschaft: Die Mitgliedschaft als zertifizierte Beratungsstelle ist eine „persönliche Mitgliedschaft“ – nicht die einer Abteilung, Klinik oder der Praxis selbst. „Bei uns müssen die Leiter der Abteilungen bereits über viel Erfahrung und Kenntnisse bei der Diagnostik und Therapie der Harn- und Stuhlinkontinenz verfügen“, ergänzt der Chirurg Priv-Doz. Dr. Michael Probst, ebenfalls im Vorstand des gemeinnützigen Vereins.

Mit der Zertifizierung von Kontinenz- und Beckenboden-Zentren zwischen Flensburg und Bodensee verfolgt die Gesellschaft das Ziel, die Inkontinenz in der Öffentlichkeit zu enttabuisieren und ihre Beratungsstellen und Zentren zu befähigen, Aufklärungsarbeit zur Früherkennung dieser Volkskrankheit zu leisten und eine optimale, auf die Probleme des Einzelnen zugeschnittene Therapie anzubieten. Neun Millionen Menschen leiden in Deutschland an dieser Tabukrankheit, trauen sich oftmals nicht darüber zu reden oder professionelle Behandlung in Anspruch zu nehmen, teilt die Deutschen Kontinenz Gesellschaft mit.

Quelle: BMS 1/12

16.12.12

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