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Vitamin B9 (Folsäure)

Vitamin B9, auch als Folsäure bezeichnet und bekannt, zählt zu den wichtigsten Vitaminen aus dem B-Komplex und ist unerlässlich für den menschlichen Organismus.

In geringen Mengen kommt Folsäure in grünem Blattgemüse vor, in Produkten aus Vollkorn, in Roter Beete, Karotten und Brokkoli, Rosenkohl, Spargel, Spinat, außerdem in Nüssen, Tomaten und Eigelb. Geringe Mengen von Folsäure finden sich auch in Fleisch, Fisch und Obst. Die besten Lieferanten für Folsäure sind aber vor allem Kalbs- und Geflügelleber sowie Weizenkeime und Weizenkleie.

Das Vitamin B9 reagiert sehr empfindlich auf UV-Strahlung, Sauerstoff und auf Hitze. Lebensmittel, die Folsäure enthalten, sollten aus diesem Grund lichtgeschützt gelagert und keinesfalls zu lange gekocht werden. Durch die Nahrung aufgenommene Folsäure reduziert sich im Körper durch lange Sonnenbäder – auch das sollte berücksichtigt werden.

Der menschliche Organismus kann Folsäure nicht selbst erzeugen, das Vitamin muss über die Nahrung aufgenommen werden. Überschüssig aufgenommene Folsäure kann den Mangel an Vitamin B12 überdecken. Der Körper kann bis zu 15 mg Folsäure im Organismus speichern und hat somit einen natürlichen Vorrat für etwa drei Monate. Ein erhöhter Bedarf an Folsäure besteht jedoch grundsätzlich in der Schwangerschaft sowie bei Menschen, die an einer Erkrankung der Leber oder des Dünndarms leiden. Auch erhöhter Alkoholkonsum baut Folsäure im Organismus ab oder verhindert den Transport des Vitamins. Frauen, die zur Empfängnisverhütung die Antibaby-Pille einnehmen, haben ebenfalls einen erhöhten Bedarf an Folsäure. Kaffee und Nikotin beeinträchtigen die Aufnahme von Folsäure.

Folsäure ist ein wichtiges Vitamin, das intensiv an der Synthese der DNS-Bausteine beteiligt ist und entscheidend für die Gesundheit von Zellen, die sich häufig teilen. Dies ist beispielsweise im menschlichen Knochenmark der Fall. In der Schwangerschaft ist eine hohe Dosis an Folsäure sehr wichtig für die gesunde Entwicklung der DNS des ungeborenen Kindes.

Ein Mangel an Folsäure wirkt sich im menschlichen Organismus vor allem auf das Blutbild aus – Anämie, ein Mangel an roten Blutkörperchen, hat nicht selten seine Ursache in einem Folsäuremangel und zeigt sich sogar zuerst über einen stark gesenkten Spiegel im Blutserum. Ein Mangel an Vitamin B9 kann zu Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems führen, sowie zu Arteriosklerose und intensiven Verdauungsstörungen. Besonders dramatisch jedoch kann sich ein Mangel an Folsäure in der Schwangerschaft und hier insbesondere in den ersten drei Monaten auswirken. Durch Folsäuremangel im Organismus der Mutter kann die Entstehung von Neuralrohrdefekten beim ungeborenen Kind begünstigt werden. Dies kann zu der gefürchteten Erkrankung Spina bifida führen sowie zu Anenzephalie. Zahlreiche Frühgeburten in Deutschland schreibt man dem Folsäuremangel im Organismus der Mutter zu und auch angeborene Herzfehler des Kindes können durch einen Mangel des Vitamins entstehen. Ein Folsäuremangel macht sich bei den meisten Menschen durch depressive Verstimmungen bemerkbar, durch Reizbarkeit und eine Schwäche in der Konzentrationsfähigkeit. Aufgrund des verschlechterten Blutserums heilen Wunden langsamer und die Schleimhäute reagieren empfindlich auf kleinste Reizungen.

Der Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen liegt bei etwa 0,4 mg Folsäure. Die Aufnahme von ausreichender Folsäure über die Nahrung kann nur bei einer ausgesprochen ausgewogenen Ernährung tatsächlich abgedeckt werden, in der täglich frisches Obst, Gemüse und Salat verzehrt werden. Etwa zwei Drittel der deutschen Bundesbürger leiden aber auch bei ausgewogener Ernährung an einer Unterversorgung mit Folsäure. Auch kann der Tagesbedarf nur ein Richtwert sein, denn der tatsächliche Bedarf hängt von der Lebensführung ab. Wer nicht auf Kaffee, Nikotin und Alkohol verzichten möchte, muss dem Körper eine wesentlich höhere Menge an Folsäure zukommen lassen, damit der Bedarf gedeckt ist.

Im deutschen Gesundheitswesen wird schon seit einigen Jahren darüber diskutiert, spezielle Nahrungsmittel wie beispielsweise Mehl mit Folsäure anzureichern, um den Folsäuremangel in der deutschen Bevölkerung besser ausgleichen zu können. Bisher konnten diesbezügliche Vorschriften für die Lebensmittelindustrie noch nicht durchgesetzt werden, da dem Bundesbürger grundsätzlich die zusätzliche Einnahme von Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln freisteht.

Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einzunehmen, ist insbesondere Frauen angeraten in Hinsicht auf die hormonelle Verhütung, die einen erhöhten Bedarf hervorruft, aber auch auf zukünftige Schwangerschaften. Grundsätzlich aber ist die zusätzliche Einnahme von Folsäure sowohl für Männer als auch für Frauen wichtig, da die Aufnahme von Folsäure und der Abbau des Vitamins im Körper von so vielerlei Faktoren beeinflusst werden und ohnehin der Bedarf nur selten durch die Ernährung abgedeckt werden kann.

Erst bei Dosierungen ab 15 mg pro Tag kann eine Überdosierung eintreten, die Störungen im Magen-Darm-Bereich bewirken oder sich durch Schlaflosigkeit und allgemeine Nervosität oder allergische Reaktionen bemerkbar machen kann. Die Symptome sind jedoch nicht dauerhaft und lassen sofort nach, wenn die Folsäure wieder abgesetzt wird.

Monika Celik

21.03.11

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