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Brustkrebs

Unter dem Begriff Brustkrebs, auch Mammakarzinom (lat. Mamma = Brust) genannt, versteht man bösartige Tumoren (Geschwulsterkrankungen) der Brustdrüse.

Brustkrebs
© iStock - praetorianphoto

Übergewicht als Risikofaktor für zweite Krebserkrankung

Nach einer Brustkrebserkrankung haben betroffene Frauen abhängig vom Körpergewicht ein erhöhtes Risiko, eine zweite Krebserkrankung zu entwickeln.

In einer rückblickenden Analyse, die in der Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht wurde, werteten amerikanische Wissenschaftler*innen die Daten von fast 6.500 Patientinnen aus, die eine erste Brustkrebserkrankung überstanden hatten. 822 von ihnen und damit knapp 13 Prozent erkrankten an einem zweiten bösartigen Tumor, wobei die mittlere Beobachtungszeit über sieben Jahre betrug. Bei der Erstdiagnose der Brustkrebserkrankung waren die Frauen durchschnittlich 61 Jahre alt gewesen.

Das Risiko, im weiteren Lebensverlauf erneut an Krebs zu erkranken, stieg bei höherem Körpergewicht an. Das Gewicht wurde über den Body Mass Index (BMI) erfasst. Er zeigt an, ob Unter-, Normal- oder Übergewicht vorliegt und wird errechnet, indem man das Gewicht durch die (Körpergröße x Körpergröße in m) teilt. Eine 70 kg schwere, 1,70 m große Frau hat also einen BMI von 70 : (1,7 x 1,7) = 24,2 und ist damit normalgewichtig. Ab einem BMI von 26 spricht man von Übergewicht, ab 30 von krankhaftem Übergewicht (Adipositas).

Die Mehrzahl der Frauen, die an einem zweiten Tumor erkrankten, war entweder übergewichtig (33 Prozent) oder adipös (ebenfalls 33 Prozent). Der Risikoanstieg fand sich sowohl, wenn sämtliche Krebserkrankungen betrachtet wurden, als auch für Krebserkrankungen, bei denen ein Zusammenhang mit Übergewicht bekannt ist.

Das Risiko für eine zweite Brustkrebserkrankung war pro 5 Punkte BMI-Anstieg um 11 Prozent erhöht, das Risiko für einen zweiten östrogenempfindlichen Brustkrebs pro 5 Punkte BMI-Anstieg um 15 Prozent.

Die Autor*innen kommen zu dem Schluss, dass für Frauen nach einer Brustkrebsbehandlung wirksame Strategien angeboten werden sollten, um Übergewicht zu verhindern. Auf diese Weise könne ein wichtiger Beitrag zur Prävention von Zweitkrebserkrankungen erfolgen.

Fazit: Auf einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel körperlicher Aktivität zu achten und damit ein normales Körpergewicht zu halten, kann unter Umständen helfen, das Risiko für einen zweiten Tumor zu senken.

Quelle: Leben?Leben! 3/2021

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