- Anzeige -
Curado.de Logo

Sie sind hier: Startseite - Krankheiten - Rheuma|Orthopädie - Arthrose

Arthrose

Arthrosis deformans – kurz Arthrose – ist der Name für eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises, die mit einem Gelenkverschleiß einhergeht, der das altersübliche Maß übersteigt. Im Gegensatz zur Arthritis, bei der entzündliche Prozesse das Krankheitsbild bestimmen, finden bei Arthrose primär nicht-entzündliche Vorgänge im Gelenk statt.

Das Wort Arthrosis stammt von dem altgriechischen Wort arthros ab, das Gelenk bedeutet. Deformans (dt. verunstaltend) ist Teil verschiedener Krankheitsbezeichnungen. Das lateinische Wort bedeutet in der medizinischen Fachsprache so viel wie „zu Formveränderung führend“.

Aufbau der Gelenke und des Knorpels

Gelenke verbinden die knöchernen Teile des Skeletts miteinander. Damit sie ineinander passen, sind die zu verbindenden Knochen wie Gegenstücke geformt. Beim sog. Kugelgelenk z. B. ist ein Knochen am Ende konkav und bildet eine Mulde, die als Gelenkpfanne bezeichnet wird. Das Endstück des anderen Knochens ist gerundet und wird Gelenkkopf genannt. Auf diese Weise ist z. B. das Schulter- oder das Hüftgelenk ausgebildet.

Die Gelenkflächen sind mit Knorpel überzogen. Er gleicht zum einen Unebenheiten der Knochenoberfläche aus und dämpft zum anderen durch seine Elastizität Stöße ab. Knorpel besteht aus kugeligen Zellen (Chondrozyten) und einer Interzellularsubstanz mit rund 70 % Wasseranteil, die hauptsächlich aus Kollagenen und Proteoglykanen besteht.

Umschlossen wird das Gelenk mit einer Gelenkkapsel aus Bindegewebe. Diese Kapsel ist mit einer zähflüssigen Gelenkschmiere gefüllt, die die Reibung zwischen den einzelnen Teilen verringert. Die Gelenke, die einen solchen Gelenkspalt besitzen, werden echte Gelenke genannt. Alle übrigen Knochenverbindungen werden unter der Bezeichnung unechte Gelenke zusammengefasst.

In welchen Gelenken kann Arthrose vorkommen?

Grundsätzlich kann jedes Gelenk von einer Arthrose betroffen sein. Besonders häufig sind jedoch die Gelenke in Mitleidenschaft gezogen, die die Last des Körpers tragen, z. B. die Hüftgelenke (Coxarthrose) oder Kniegelenke (Gonarthrose). Darüber hinaus entsteht eine Arthrose bei vielen Betroffenen in den Wirbelsäulengelenken (Spondylarthrose), in den Fingerendgelenken (Heberden-Arthrose) oder in den Mittelgelenken (Bouchard-Arthrose).

Rund sechs Millionen Betroffene in Deutschland

Viele Menschen in Deutschland leiden unter Arthrose. Die Deutsche Rheuma-Liga schätzt, dass es zwischen fünf und sechs Millionen Betroffene gibt, was ungefähr einem Bevölkerungsanteil von 6 bis 7 % entspricht. Dabei sind es in der Mehrheit ältere Menschen, die unter Arthrosebeschwerden leiden. Rund drei Viertel der über 50-Jährigen und fast 90 % der über 70-Jährigen haben Gelenkprobleme.

Für das Jahr 2006 gibt das Statistische Bundesamt Krankheitskosten für die Arthrosebehandlung an, die bei ca. 90 € pro Jahr und Einwohner liegen. Für die gesundheitliche Versorgung werden somit jährlich mehr als 7,5 Milliarden aufgebracht. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist davon auszugehen, dass die Zahl der Arthrose-Patienten in Deutschland und damit auch der medizinische Versorgungsbedarf weiter ansteigen werden.

Antje Habekuß

25.02.14

Arthrose
Newsletter An-/Abmeldung

Code: OEYL