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Diagnose von Bluthochdruck

Bluthochdruck wird häufig erst spät wahrgenommen

Die Symptome bei Bluthochdruck sind häufig unspezifisch und unterschiedlich ausgeprägt. Aus diesem Grund fällt vielen Hypertonikern zu Beginn gar nicht auf, dass ihr Blutdruck dauerhaft erhöht ist. Gerade dieser schleichende Verlauf führt dazu, dass der Organismus über einen längeren Zeitraum geschädigt wird. Bluthochdruck beeinträchtigt insbesondere Herz, Nieren und Gehirn. Erste Warnsignale des Körpers können somit u. a. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Nasenbluten und Brustschmerzen sein.

Unbehandelt kann ein dauerhaft erhöhter Blutdruck schwerwiegende Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Organschädigungen zeigen sich u. a. an Gehirn (z. B. Schlaganfall, Demenz), Herz (z. B. Herzinsuffizienz, koronare Herzkrankheit, Angina pectoris), Augen (z. B. Papillenödem, Retinopathie), Nieren (z. B. Proteinurie, Nierenfunktionseinschränkung) oder an den großen Blutgefäßen (z. B. periphere arterielle Verschlusskrankheit, Aneurysmen).

Wichtigste Untersuchungsmethode: Blutdruckmessung

Die Diagnose eines Bluthochdrucks basiert auf einer Blutdruckmessung. Sie wird meist mit einem Blutdruck-Messgerät durchgeführt, das aus einer Oberarmmanschette und einem Manometer besteht. Zur Messung wird die Oberarmmanschette so weit aufgepumpt, bis kein Blut mehr durch die Oberarmarterie fließen kann. Dann wird die Luft langsam abgelassen, bis der Punkt erreicht ist, an dem das Blut wieder zu strömen beginnt. Dieser Zeitpunkt wird durch das Abhören der Fließgeräusche mit einem Stethoskop bestimmt. Am Messgerät kann der Wert für den Druck abgelesen werden, der dem systolischen Druck in der Arterie entspricht. Anschließend wird der Manschettendruck weiter abgesenkt, bis keine Durchfließgeräusche mehr hörbar sind. Der zu diesem Zeitpunkt in der Manschette herrschende Druck stimmt mit dem diastolischen Druck im Blutgefäß überein.

Um zuverlässige Messergebnisse zu erhalten, wird die Blutdruckmessung in der Regel mehrmals vorgenommen. Noch aussagekräftigere Ergebnisse erhält der Arzt durch eine ambulante Langzeitblutdruckmessung. Dabei wird über 24 Stunden mehrmals automatisch der Blutdruck bestimmt und der Wert gespeichert. Anhand dieses Verlaufsprotokolls lässt sich abschätzen, ob der Blutdruck dauerhaft erhöht ist oder ob zu bestimmten Zeiten Spitzen auftreten.

Werte für normalen Blutdruck und Hypertonie

Kategorie Systolisch   Diastolisch
  mmHg   mmHg
Optimal <120 und <80
Normal <130 und/oder  <85
Hochnormal 130-139 und/oder  85-89
     
Bluthochdruck
Stadium 1 140-159 und/oder  90-99
Stadium 2 160-179 und/oder  100-109
Stadium 3 ≥180 und >110
Isolierter Systolischer Bluthochdruck   ≥140 und <90


Quelle: Klassifikation des in der Arztpraxis gemessenene Bluthochdrucks (mmHg) der Deutschen Herzstiftung

Diagnose von Grunderkrankungen oder Folgeschäden

Laboruntersuchungen des Blutes und des Urins können zur Diagnose von Grunderkrankungen bei sekundärer Hypertonie sowie zur Beurteilung eventueller Organschäden dienen. Ein Elektrokardiogramm (EKG) sowie eine Ultraschalluntersuchung des Herzens oder der Nieren kann ebenfalls dazu beitragen, diese aufzudecken. Bei der Planung der Therapie werden in der Regel weitere Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen berücksichtigt. Dazu gehören u. a. eine positive Familienanamnese, Alter und Geschlecht des Patienten sowie Tabakkonsum, Diabetes mellitus und die Blutfettwerte.

Antje Habekuß

06.12.17

Diagnose
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