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Typ-2-Diabetiker könnten von zwei großen Mahlzeiten profitieren

Nur zwei größere Mahlzeiten pro Tag können Menschen mit Typ-2-Diabetes dabei helfen, den Fettgehalt in der Leber und das Gewicht zu senken. Diese Studienerkenntnis steht in Kontrast zur bisherigen Annahme, dass mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag optimal für Personen mit Diabetes Typ 2 sind.

Bisher wurde Betroffenen mit Typ-2-Diabetes zumeist empfohlen, kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Durch bis zu sechs kleinere Portionen pro Tag hofften Betroffene, ihren Hunger stillen zu können und nicht so stark zuzunehmen. Nun liefert eine kleine Studie vom Diabetes Center, Institute for Clinical and Experimental Medicine in Prag völlig andere Ergebnisse, wie diabetes-austria.com berichtet. Getestet wurden 54 Personen zwischen 30 und 70 Jahren. Die Patienten hatten einen BMI von 27 bis 50, wurden mit oralen Antidiabetika behandelt und ihr HbA1c lag zwischen 42,08 mmol/mol (6 %) und 105,46 mmol/mol (11,8 %). Im Zuge der Studie erhielten 27 Teilnehmer eine um etwa 500 Kalorien pro Tag reduzierte Diät. Die an den Grundumsatz angepasste Kalorienmenge wurde dann auf sechs kleinere oder zwei größere Mahlzeiten verteilt. Zwölf Wochen lang wurde dieser Ernährungsplan durchgezogen, danach wurde auf zwei Mahlzeiten pro Tag umgestellt.

Gewicht und Leberfettanteil wurden reduziert

Beide Diätpläne sorgten bei den Testpersonen dafür, dass sich ihr Gewicht und der Leberfettanteil verringert haben. Allerdings war das Ergebnis bei der Variante mit zwei größeren Mahlzeiten pro Tag ausgeprägter. Die Personen hatten im Schnitt 3,7 kg abgenommen, die Patienten mit sechs Mahlzeiten pro Tag nur 2,3 kg. Auch der Leberfettanteil sank mit zwei Mahlzeiten pro Tag um 0,04 %. Bei der Gruppe mit sechs Mahlzeiten pro Tag sank er um 0,03 %. Stark gesunken ist auch die Nüchternblutglukose bei beiden Gruppen, das Glukagon im Nüchternblut sank nur bei den Personen, die zwei große Mahlzeiten pro Tag zu sich nahmen. Bei der anderen Gruppe stieg dieses Hormon an. Bei beiden Testgruppen waren die Höhe der Insulinsekretion und die Betazellfunktion gleich. Allerdings könne diese Studie nur ein Anfang sein, um die beste Mahlzeitenfrequenz für Betroffene zu finden. Laut der Diätologen seien längere und größere Studien nötig, um Empfehlungen aussprechen zu können.

Quelle: Befund Diabetes Österreich 2/2016

15.05.17

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