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Diagnose von Gicht

Symptome von Gicht

Ein überhöhter Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie) verursacht anfangs keine charakteristischen Symptome. Bei Patienten, bei denen sich Harnsäuresalzkristalle in den Gelenken abgelagert haben (sog. Gelenkgicht oder Arthritis urica), treten zunächst meist untypische Krankheitszeichen wie Kopfschmerzen, Fieber, Herzrasen oder Übelkeit auf. Typische Symptome eines akuten Gichtanfalls sind entzündete Gelenke. Zu Beginn der Erkrankung manifestiert sich dies insbesondere in den Gelenken der großen Zehe. Die Entzündung ist sehr schmerzhaft und führt meist zu starker Erwärmung, bläulich-roter Verfärbung und Schwellung.

Die Harnsäuresalzkristalle können sich im Verlauf der Erkrankung z. B. auch in den Weichteilen (u. a. Ohren, Sehnenscheiden und Schleimbeuteln) oder den Nieren ablagern. Bei der sog. Nierengicht bilden sich im Verlauf der Erkrankung Nierengries oder auch Nierensteine, was die Funktionsfähigkeit der Nieren einschränken kann.

Diagnosestellung der Gicht

Um Gicht zu diagnostizieren, wird in der Regel die Harnsäurekonzentration im Blut gemessen. Bei einem gesunden Menschen beträgt der Harnsäurespiegel ≤6,5 mg pro Deziliter Blutserum. Übersteigt die Harnsäurekonzentration diesen Wert, ist dies ein Hinweis auf das Vorliegen einer Gicht. Da dieser Wert jedoch auch während eines akuten Gichtanfalls normal sein kann, wird meist zusätzlich die Gelenkflüssigkeit auf Harnsäuresalzkristalle untersucht. Durch einen positiven Nachweis kann die Diagnose abgesichert werden.

Größere Ablagerungen von Harnsäuresalzkristallen können darüber hinaus auch durch eine Röntgenuntersuchung nachgewiesen werden. Zu diesen sichtbaren Zeichen einer Gelenkarthritis kommt es jedoch meist erst nach mehrjähriger Erkrankungsdauer.

Antje Habekuß

14.08.14

Diagnose
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