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Hilft heiße Schokolade gegen Fatigue?

Eine Studie der britischen Oxford Brookes Universität will herausfinden, ob ein Inhaltsstoff von (heißer) Schokolade dazu beitragen kann, Fatigue bei MS zu verringern. Fatigue gehört zu den häufigsten Beschwerden, die mit MS einhergehen, so die britische MS Society.

Studienleiterin Dr. Shelley Coe sagt: „Von dunkler Schokolade heißt es immer, sie sei schlecht für die Gesundheit, aber sie enthält auch gute Stoffe – etwa Flavonoide. Wir hatten daher die Idee für diese Studie und viele Menschen, u. a. aus dem Gesundheitsbereich, fanden sie gut und unterstützenswert. Wir wollen die Auswirkungen von Flavonoiden in Kakao auf Entzündungsprozesse sowie die Rolle, die sie für Fatigue spielen, untersuchen. Es gibt bislang kein Mittel, das bei MS-bedingter Fatigue wirklich hilft – und das, obwohl die Mehrzahl der Menschen mit MS im Laufe ihrer Krankheit von Fatigue betroffen ist.“

Flavonoide und Fatigue

Die Forscher werden für die Untersuchung heiße Schokolade verwenden, die besonders reich an Flavonoiden ist. Bei den Flavonoiden handelt es sich um eine Gruppe pflanzlicher Inhaltsstoffe, von denen man glaubt, dass sie Entzündungen lindern sowie die Schäden reduzieren können, die durch Moleküle hervorgerufen werden, welche in Verbindung mit der Entstehung von Fatigue gebracht werden. Kakao hat einen Flavonoidanteil von mehr als 70 %.

40 Menschen mit schubförmiger MS erhalten sechs Wochen lang heiße Schokolade. Die Hälfte davon bekommt ein Getränk, das reich an Flavonoiden ist, die andere Hälfte erhält Schokolade mit geringem Flavonoidgehalt.

Dr. Emma Gray, Vorsitzende für Klinische Studien bei der MS Society, sagt: „Wir freuen, diese innovative Arbeit unterstützen zu können. In Großbritannien leben mehr als 100.000 Menschen mit MS und viele von ihnen haben tagtäglich mit den Auswirkungen von Fatigue zu tun. Diese Studie mag ungewöhnlich sein, aber sie basiert auf fundierten wissenschaftlichen Hinweisen. Die MS Society freut sich darauf, kreative Wege zu gehen, um Menschen mit MS zu unterstützen, mit ihrer Krankheit besser zurechtkommen.“

Die Studienteilnehmer werden Fragebögen zu ihrer Fatigue ausfüllen, an Gehtests teilnehmen und den Forschern Blutproben überlassen, sodass diese nach Entzündungsparametern suchen kann. Sie werden auch Uhren tragen, die den Grad ihrer Aktivität messen.

Quelle: Befund MS 1/2016

25.05.16

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