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Zurück in den Job: Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation

Reha vor Rente – das ist der Leitgedanke einer Rehabilitationsmaßnahme, auch für Krebspatienten. Eine besondere Ausrichtung auf die Rückkehr in den Beruf hat die sog. medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR). Hier spielt die Ausrichtung der medizinischen Rehabilitation an die Anforderungen der Arbeitswelt eine wichtige Rolle, informiert die Deutsche Rentenversicherung.

Ergänzend zur „normalen“ medizinischen Rehabilitation stehen hierbei besonders die Bedürfnisse der im Erwerbsleben stehenden Rehabilitanden im Vordergrund – entsprechend sind auch die Angebote innerhalb der MBOR auf diese Zielgruppe zugeschnitten. So geht es, wie bei jeder Reha um die Erkrankung des Rehabilitanden, aber auch um dessen individuelle berufliche Situation, heißt es weiter.

Was bedeutet das konkret?

In der MBOR hat man beispielsweise die Möglichkeit, ein spezielles Arbeitsplatztraining zu absolvieren oder auch an Gruppenprogrammen zum beruflichen Verhalten und Erleben (z. B. Stressbewältigung oder Konfliktlösung am Arbeitsplatz) teilzunehmen. Dabei sollen die Teilnehmer Strategien zur Bewältigung der Anforderungen in ihrem Beruf kennenlernen, so die Deutsche Rentenversicherung. Die Kliniken müssen hierfür besonders spezialisiert sein. Daher wird die MBOR nur in ausgewählten Rehabilitationseinrichtungen erbracht, heißt es weiter.

Spezifische Angebote der MBOR sind beispielsweise die Arbeitstherapie und das Arbeitsplatztraining, informiert die Universität Würzburg. Bei der Arbeitstherapie geht es beispielsweise um Motivationsförderung, die Förderung körperlicher Fähigkeiten durch das Training arbeitsüblicher Bewegungsabläufe (z. B. im Hinblick auf körperliche Belastbarkeit, Feinmotorik oder Geschicklichkeit), die Förderung mentaler Fähigkeiten (wie Auffassungsgabe, Aufmerksamkeit, Konzentration) oder die Verbesserung sozialer und kommunikativer Kompetenzen (z. B. Durchsetzungs- und Anpassungsvermögen, Kontakt-, Kritik-, Team- oder Führungsfähigkeit), heißt es weiter.

Was wird in einer MBOR trainiert?

Beim Arbeitsplatztraining geht es um arbeits- und berufsbezogene Bewegungsabläufe. Das können beispielsweise Heben, Tragen, Schieben oder nach vorne geneigtes Stehen sein. Dabei sollen die Arbeitsaufgaben, wie sie der Rehabilitand tatsächlich an seinem Arbeitsplatz vorfindet, möglichst realitätsgetreu nachempfunden werden. Wenn der Teilnehmer aufgrund seiner körperlichen Verfassung bestimmte Aufgaben am Arbeitsplatz nicht ausführen kann, sollen genau diese Abläufe trainiert werden, z. B. durch Bewegungsaufgaben. Ziel ist hierbei in erster Linie die Steigerung der Leistungsfähigkeit hinsichtlich der physischen Anforderungen am Arbeitsplatz, so die Universität Würzburg.

Wie kommt der Patient zu einer MBOR?

Der Weg dorthin kann beispielsweise über den Sozialdienst führen, informiert die Deutsche Rentenversicherung. Dieser könne eine besondere berufsbezogene Problemlage erkennen und gezielt entsprechend spezialisierte Rehaeinrichtungen empfehlen. Aber auch die Kliniken selbst sollen Rehabilitanden identifizieren, die eine besondere berufliche Problemlage aufweisen. Am Anfang der MBOR gibt es eine gezielte und differenzierte Diagnostik, die in einen individuellen Behandlungsplan münden sollte. Zudem soll sich der Teilnehmer frühzeitig während der MBOR mit der eigenen Erwerbsperspektive beschäftigen, Rehabilitationsziele für arbeits- und berufsbezogene Problemlagen entwickeln und schließlich konkrete Zielformulierungen ausarbeiten, heißt es weiter. Am Ende der MBOR steht eine abschließende sozialmedizinische Leistungsbeurteilung seitens des Rehateams. Diese Leistungsbeurteilung wird anschließend mit dem Rehabilitanden besprochen.

Quelle: Befund Krebs 5/2015

26.01.16

Rehabilitation in der Onkologie
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