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Pilzbedingte Hauterkrankungen

Bemerkbar machen sich Pilzinfektionen durch Juckreiz und einen kreisrunden Ausschlag auf der Haut. Zu den häufigsten Pilzinfektionen gehören Fuß- und Nagelpilz. Um sie behandeln zu können, muss zunächst der Erreger bestimmt werden.

„Zu den Symptomen einer Pilzinfektion gehören Juckreiz, Ausschlag, Rötung, trübe und dicke Nägel sowie in Einzelfällen Haarausfall. Bleibt eine Pilzerkrankung unbehandelt, können sich die Erreger weiter ausbreiten. Am schlimmsten ist es, wenn der Pilzerreger bis zum Kopf wandert“, erläutert Prof. Tietz, Berlin. Mithilfe einer Hautprobe kann eine zuverlässige Diagnose gestellt werden. Der Hautarzt legt eine Probe von der Haut, dem Nagel oder den Haaren auf einem Nährboden an und versucht den Pilz anzuzüchten. Wenn die Pilze anfangen zu wachsen, kann der Hautarzt feststellen, um welchen Erreger es sich handelt.

Um eine entsprechende Behandlung einleiten zu können, ist es wichtig, den Erreger zu kennen. „Pilzerreger lassen sich heutzutage bereits mithilfe eines Gentests nachweisen. Diese Methode ermöglicht es, den Erreger schnell nachzuweisen, aber es besteht gleichzeitig die Gefahr einer Überdiagnose, also dass ein Keim auf der Haut nachgewiesen wird, aber gar keine Erkrankung vorliegt“, so Prof. Tietz.

Behandlung von Pilzinfektionen

„Wenn die Pilzinfektion bereits fortgeschritten ist, wird die Hauterkrankung sowohl von innen als auch von außen behandelt. Also neben Cremes nimmt der Patient auch Tabletten ein. Für die Pilzerreger der Haut gibt es verschiedene Wirkstoffe, die häufigsten sind Fluconazol und Terbinafin“, sagt Prof. Tietz. Um die Pilzinfektion effektiv zu behandeln, erfolgt neben der medikamentösen Behandlung mit Tabletten auch eine Lokalbehandlung der Haut, Haare und Nägel.

Um die Pilzinfektion an den Nägeln einzudämmen, werden die Nägel mit Nagellack behandelt, der einen Anti-Pilz-Wirkstoff enthält. Da Pilzinfektionen der Haut sehr ansteckend sind, ist eine konsequente Behandlung sehr wichtig. „Immer öfter sind auch schon Kinder von Nagelpilz betroffen. Der Pilz wird häufig innerhalb der Familie übertragen“, erklärt Prof. Tietz.

Ist nur die Haut betroffen, dauert die Behandlung i. d. R. zwei Wochen. Ist aber auch der Nagel betroffen, kann die Behandlung schon bis zu einem Jahr andauern, da der Nagel langsam und gesund wieder rauswachsen muss. In diesem Fall muss der Pilz also während des gesamten Jahres sowohl äußerlich als auch innerlich behandelt werden.

Quelle: Patient und Haut 1/2015

08.01.16

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