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Diagnose von Rheumatoider Arthritis

Meist sind es die im Anamnesegespräch geschilderten Schmerzen, Schwellungen und/oder v. a. morgens auftretende Steifigkeitsgefühle in den Gelenken, die dem Rheumatologen oder Hausarzt erste Hinweise auf eine Rheumatoide Arthritis geben. Bei der anschließenden körperlichen Untersuchung wird sich der Arzt die Gelenke genauer ansehen. Ein Charakteristikum der Rheumatoide Arthritis ist der symmetrische Befall der Gelenke, d. h. es sind in der Regel die Finger- oder Zehengelenke beider Hände betroffen. In seltensten Fällen sind bereits zu Beginn der Erkrankung auch größere Gelenke wie die Knie entzündet. Weiterhin ist es typisch für Rheumatoide Arthritis, dass mindestens drei Gelenke Entzündungsanzeichen zeigen.

Diagnosekriterien des ACR

Vom American College of Rheumatology (ACR) wurden bestimmte Kriterien aufgestellt, welche die Diagnose Rheumatoide Arthritis sichern. Dazu gehören die Morgensteifigkeit (> 1 Stunde), der Nachweis von Rheumafaktoren im Blut, Rheumaknoten, typische in der Röntgenuntersuchung sichtbare Gelenkveränderungen in den Händen sowie Gelenkschwellungen (> 3 von insgesamt 14 Gelenken, mindestens eine davon im Bereich der Hand) seit mehr als sechs Wochen sowie ein symmetrisches Befallsmuster.

Diese Kriterien eignen sich jedoch laut Expertenmeinung nur eingeschränkt für den Praxisalltag und erschweren v. a. die Diagnose einer frühen Rheumatoider Arthritis. Die Verdachtsdiagnose Rheumatoide Arthritis wird daher in der Regel bereits dann ausgesprochen, wenn ein Patient Gelenkbeschwerden in mehr als zwei Gelenken hat, die seit über sechs Wochen bestehen und die ein symmetrisches Verteilungsmuster aufweisen, und wenn er unter Morgensteifigkeit von mindestens einer Stunde leidet.

Labordiagnostik bei Verdacht auf Rheumatoide Arthritis

Die krankhaften Vorgänge, die sich bei Rheumatoider Arthritis im Körper abspielen, zeigen sich u. a. an bestimmten Entzündungszeichen im Blutserum, die in einer Laboruntersuchung ermittelt werden können. Zu diesen zählen z. B. die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und das C-reaktive Protein (CRP). Eine Erhöhung dieser Werte ist jedoch zu uncharakteristisch, um damit eine Rheumatoide Arthritis diagnostizieren zu können.

Außerdem können die sog. Rheumafaktoren bestimmt werden. Dies sind Antikörper, die besonders häufig in erhöhter Konzentration bei rheumatischen Erkrankungen vorkommen. Des Weiteren können auch verschiedene andere Laboruntersuchungen vorgenommen werden, u. a. die Konzentration derAnti-Citrullin-Antikörper (CCP-Antikörper), die insbesondere bei Rheumatoider Arthritis auftreten.

Bildgebende Verfahren

In der Regel wird bei Verdacht auf Rheumatoide Arthritis eine Röntgenuntersuchung beider Hände und Füße vorgenommen. Sind charakteristische Gelenkveränderungen auf der Röntgenaufnahme zu sehen, gilt die Diagnose meist als gesichert. Fehlen diese, kann jedoch eine frühe Form der Rheumatoiden Arthritis nicht ausgeschlossen werden. Bei Bedarf werden daher z. T. auch weitere apparative Verfahren zur Diagnose verwendet (z. B. Ultraschall, Szintigrafie oder MRT).

Antje Habekuß

28.04.14

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