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Soziale Kognition bei MS beeinflusst?

Soziale Kognition bedeutet, das Verhalten anderer Menschen etwa an ihrer Gestik und Mimik erkennen und richtig interpretieren bzw. vorhersagen zu können (sog. Theory of Mind). Während andere kognitive Beeinträchtigungen wie Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme oder Schwierigkeiten bei der Informationsverarbeitung bei Menschen mit MS vergleichsweise gut erforscht sind (von ihnen sind rund 70 % der MS-Patienten im Verlauf der Krankheit betroffen), waren Störungen der sozialen Kognition bislang kaum Gegenstand wissenschaftlicher Studien.

Eine Untersuchung der Universität Manchester prüfte daher anhand von 21 vorliegenden Studien zur sozialen Kognition, an der auch 722 Menschen mit MS teilnahmen, ob sich die soziale Kognition von MS-Patienten von der gesunder Probanden unterschied. Das Ergebnis: Im Vergleich zu den gesunden Teilnehmern traten bei MS-Betroffenen häufiger Probleme mit der sozialen Kognition auf. Die Wissenschaftler der Universität Manchester sind daher der Ansicht, dass weitere Studien, insbesondere Langzeitstudien zu diesem Thema nötig sind, um die Auswirkungen besser zu erforschen. Sie sind der Ansicht, dass Störungen der sozialen Kognition die Lebensqualität der Betroffenen wegen der Probleme in der zwischenmenschlichen Kommunikation stark einschränken.

Quelle: Befund MS 1/2017

13.06.17

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