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Typ-2-Diabetes schreitet bei Jugendlichen oft aggressiver voran

Eine aktuelle Studie der American Diabetes Association (ADA) zeigt: Selbst bei der besten derzeit verfügbaren Behandlung schreitet Typ-2-Diabetes bei amerikanischen Jugendlichen schneller voran, was die Begleiterkrankungen betrifft, als bei Erwachsenen. Die ADA zeigte sich über diese Ergebnisse, die aus einer Serie von Untersuchungen an jugendlichen Typ-2-Diabetikern stammen, der sog. TODAY-Studie, sehr besorgt.

Die Studie zeigte u. a., dass bei den erkrankten Jugendlichen sowohl Herz- und Nierenerkrankungen als auch Augenerkrankungen früher auftreten und schnell voranschreiten – und dass auch bei denjenigen, die eine intensivere medikamentöse Therapie erhalten, die sich in früheren Studien eigentlich als die effektivste Behandlung für die Kontrolle des Blutzuckerspiegels gezeigt hat.

Bei der TODAY-Studie, die 2004 startete, wurden die mehr als 500 Patienten im Alter von 10 bis 17 Jahren per Zufall in drei Behandlungsgruppen eingeordnet: Metformin allein, Metformin und Rosiglitazon und Metformin mit einer Lebensstilintervention in Bezug auf Ernährung, Sport und Gewichtsabnahme. In den ersten sechs Behandlungsmonaten zeigten sich nur in der zweiten Gruppe (Metformin und Rosiglitazon) eine um 20 % verbessere Insulinempfindlichkeit, während bei Metformin allein eine Verschlechterung bzw. bei Metformin mit Lebensstiländerung keine Veränderung beobachtet wurde.

„Dies zeigt, dass man für eine effektive Behandlung des Typ-2-Diabetes früh und aggressiv vorgehen muss, um die Betazell-Funktion und Insulinresistenz zu verbessern, sagte Silva Arslanian, Leiterin des Weight Management and Wellness Center am Kinderkrankenhaus von Pittsburg, University of Pittsburg Medical Center.

Insgesamt war die Verschlechterung der Betazell-Funktion fast vier Mal höher als bei Erwachsenen und lag im Durchschnitt bei 20-35 % pro Jahr (zum Vergleich: bei Erwachsenen beträgt dieser Wert etwa 7-11 %). Unabhängig von der Behandlung schritten sowohl Bluthochdruck als auch Nierenerkrankungen voran. Vor allem junge Männer hatten ein hohes Risiko für Bluthochdruck. Auch das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen verschlechterte sich bei allen Teilnehmern, ablesbar an Parametern wie LDL, Triglyceriden und anderen Entzündungsmarkern im Blut.

Nach Ansicht der Forscher weisen diese Ergebnisse darauf hin, dass vor allem mehr Prävention des Typ-2-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen gefragt ist: Diese fange schon im Mutterleib mit der Vorbeugung eines Schwangerschaftsdiabetes und dessen Auswirkungen auf das Ungeborene an und gehe weiter über die Vermeidung von Übergewicht bei Kindern.

Quelle: Befund Diabetes 03/2013

06.02.14

Jugendliche mit Diabetes
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