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Veränderte Darmflora bei MS

Es ist mittlerweile bekannt, dass die Darmflora (auch Mikrobiom des Darms genannt) eine wichtige Rolle für die Funktionsfähigkeit des Immunsystems spielt. Wissenschaftler nehmen an, dass sie auch bei der Entstehung verschiedener Autoimmunerkrankungen beteiligt ist. Eine Untersuchung des Brigham and Women’s Hospitals Boston ergab, dass das Mikrobiom bei MS sich von dem gesunder Personen unterscheidet.

Die Bostoner Forscher kamen in ihrer Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde, zu dem Ergebnis, dass bei den von MS Betroffenen die Menge der Bakterien Methanobrevibacter und Akkermansia erhöht und die des Bakteriums Butyricimonas gegenüber Gesunden verringert war. Interessant ist auch, dass sich die Bakterienzusammensetzung von behandelten und unbehandelten MS-Kranken unterschied. So traten bei behandelten Patienten im Vergleich zu unbehandelten Patienten häufiger die Bakterien Prevotella und Sutterella und seltener das Bakterium Sarcina auf. Unklar ist bislang jedoch, ob die beobachteten Veränderungen an der Entstehung der MS beteiligt oder eine Folge der Krankheit sind.

Quelle: Befund MS 3/2016

15.02.17

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