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Weißer Hautkrebs

Was ist weißer Hautkrebs?

Die Bezeichnung weißer Hautkrebs fasst zwei Hautkrebsformen, das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom sowie deren Vorstufen zusammen. Beide Arten von weißem Hautkrebs entstehen in der Oberhaut, der Epidermis, unterscheiden sich aber hinsichtlich ihres Aussehens, ihrer Bösartigkeit und ihrer Therapie.

Weißer Hautkrebs: Das Basalzellkarzinom (Basaliom)

Das Basalzellkarzinom, auch Basaliom genannt, ist die häufigste Form von weißem Hautkrebs in Europa, den USA und Australien. Das Vorkommen von dieser Art von weißem Hautkrebs steigt mit der Intensität der Sonneneinstrahlung. In Europa liegt die Neuerkrankungsrate bei ungefähr 100 Fällen pro 100.000 Einwohner jedes Jahr, in Australien sind es mehr als 250 Fälle pro 100.000 Menschen. In Deutschland erkranken jährlich ungefähr 170.000 Menschen an dieser Form von weißem Hautkrebs. Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei weißem Hautkrebs bei 60 Jahren, wobei zunehmend auch jüngere Menschen erkranken.

Das Basalzellkarzinom kann an jeder Stelle des Körpers entstehen, meist tritt es aber an Hautstellen auf, die der Sonne ausgesetzt sind. Besonders häufig entwickelt es sich an der Nase und der Stirn sowie auf dem behaarten Kopf. An Schleimhäuten, den Handflächen und Fußsohlen tritt das Basaliom nicht auf. Es kann sehr unterschiedliche Erscheinungsformen annehmen, was es für die Betroffenen häufig schwer macht, es als weißem Hautkrebs zu erkennen. Einige sind eher kugelig und knotig und erscheinen glasig. Sie können von kleinen, erweiterten Blutgefäßen durchzogen sein, andere sind pigmentiert. Einige Formen ähneln Narben und sind von einem Randwall umgeben, der wie Perlen auf einer Schnur aussieht. Einige Basaliome können mittig eingedellt sein, einige sind kaum erhaben und wieder andere wachsen geschwürartig in die umliegende Haut ein. Manchmal ähnelt ein Basaliom auch einer entzündlichen Hauterkrankung, wie zum Beispiel der Schuppenflechte. Häufig schuppen Basaliome und beginnen, ohne erkennbaren Grund zu bluten. Wird das an einer Hautstelle beobachtet, sollte man diese dringend von einem Hausarzt auf weißem Hautkrebs untersuchen lassen.

Das Basalzellkarzinom wächst örtlich unbegrenzt weiter und zerstört dabei immer größere Hautareale. Oft ist der Befund an der Hautoberfläche nur klein, während der Tumor sich in tieferen Hautschichten über große Bereiche ausdehnt. Ohne Behandlung kann diese Form von weißem Hautkrebs z. B. Knochen und Knorpel zerfressen. Weil es aber selten Tochtergeschwülste, also Metastasen, bildet, wird es als halbbösartig oder semimaligne bezeichnet. Bei weniger als einem von 1.000 Patienten kommen Metastasen bei dieser Art von weißem Hautkrebs vor.

Weißer Hautkrebs: Plattenepithelkarzinom (Spinaliom)

Darin unterscheidet es sich von der anderen Form von weißem Hautkrebs, dem Plattenepithelkarzinom oder Spinaliom. Diese gilt als bösartiger/maligner Tumor, da sie zur Metastasenbildung neigt. Auch hier sind die Zahlen klein: Ungefähr 5 % aller Tumorträger dieser Form von weißem Hautkrebs entwickeln Metastasen. Diese zeigen sich zuerst in den naheliegenden Lymphknoten, können aber später andere Organe betreffen.

Das Spinaliom oder auch Stachelzellkrebs ist nach dem Basaliom die zweithäufigste Art von weißem Hautkrebs, mit einer Erkrankungsrate von ungefähr 20-30 Fällen pro Jahr. Meist sind die Betroffenen bei der Diagnosestellung dieser Art von weißem Hautkrebs älter als 50 Jahre. Männer entwickeln häufiger ein Plattenepithelkarzinom als Frauen. Gründe dafür können beispielsweise sein, dass Männer häufiger in Risikoberufen arbeiten und eher zum Tabakrauchen neigen. Auch, weil Männer eher eine Glatze entwickeln, die häufig ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist, können sie eher zur Entwicklung dieser Art von weißem Hautkrebs neigen. Das Spinaliom kann auch an Schleimhäuten entstehen. Die häufigsten Lokalisationen solcher Schleimhautspinaliome sind der Penis, die Vagina, die Analregion und die Zunge.

Wie das Basaliom kann auch das Plattenepithelkarzinom unterschiedliche Erscheinungsformen annehmen. An Schleimhäuten kann diese Art von weißem Hautkrebs geschwürartig aussehen, nässen oder sich mit warzenähnlichen Formen präsentieren. Auf der verhornten Haut treten Spinaliome ebenfalls häufig an dauerhaft von UV-Licht bestrahlten Stellen auf. Typische Lokalisationen dieser Form von weißem Hautkrebs sind die Nase, die Ohrmuschel und die Lippe. Auch am Rumpf, an den Armen und Beinen können diese Tumoren entstehen. Hier können die Spinaliome gerötet und erhaben sein, sie können schuppen und bluten, oder als kugeligere Knoten erscheinen. Trotz der unterschiedlichen Formen kann ein Hautarzt meist schnell erkennen, ob es sich bei dem Befund um diesen Typ von weißem Hautkrebs handelt oder nicht.

Weil das Spinaliom oberflächlicher auf der Haut entsteht, ist es meist früher zu erkennen als das Basalzellkarzinom. Eine frühe Diagnose von weißem Hautkrebs ist hier auch besonders wichtig, denn je kleiner und jünger das Spinaliom, desto geringer ist das Risiko für bereits vorhandene Metastasen. Wird es frühzeitig erkannt und behandelt, sind die Heilungschancen von weißem Hautkrebs meist gut.

Julia Fischer

04.04.12

Weißer Hautkrebs
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