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Ernährung und Psoriasis

Ernährung und Psoriasis

Psoriasis kann durch eine Umstellung der Ernährung selbstverständlich nicht geheilt werden. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung jedoch ist die beste Unterstützung jeder Therapie gegen Psoriasis. Auch bei gesunden Menschen ist zu beobachten, dass das Hautbild sich durch schlechte Ernährung verschlechtern kann, der Mensch ungesund wirkt und blass, vielleicht auch körperlich nicht fit ist. Wer an Psoriasis leidet, sollte von daher unbedingt auf eine ausgewogene Ernährung achten, denn die Symptome von Psoriasis können unter Umständen durchaus durch eine mangelhafte Ernährung negativ beeinflusst werden.

Grundsätzlich sollte täglich sehr viel frisches Obst, Salat und Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Konserven aller Art sollten vermieden werden. Tiefkühlgemüse hingegen stellt eine gesunde Alternative dar, wenn eine spezielle Gemüsesorte in der aktuellen Saison nicht erhältlich ist. Quark und Joghurt sind wichtige Eiweißlieferanten und dürfen von daher ruhig ebenfalls einen festen Platz auf dem täglichen Speiseplan erhalten. Auch Fleisch ist sehr wichtig in einem ausgewogenen Ernährungsplan. Von Psoriasis Betroffene sollten möglichst dunkles Fleisch verzehren oder alternativ mageres Geflügel wie Hühner- oder Putenbrust.
Die Beilagen sind ebenfalls ein Thema in der gesunden Ernährung. Nudeln sind zwar erlaubt, sollten aber grundsätzlich nicht allzu häufig verzehrt werden, denn letztlich stellen Nudeln leere Kalorien dar – sie enthalten zwar Kohlehydrate, aber sind nicht wirklich wertvoll für die Ernährung. Wer gerne Nudeln isst, sollte sich für Vollkornnudeln entscheiden. Kartoffeln oder Reis sind allerdings eine wesentlich gesündere Alternative.

Bei Brot oder Brötchen sollte man sich, wenn möglich, an Vollkornprodukte halten. Von Weizenmehl ist bekannt, dass es sich u. U. negativ auf die Haut auswirken kann. Vollkorn- oder Roggenprodukte sind gesünder.

Ein wichtiges Kriterium im Rahmen eines gesunden Speiseplanes sind übrigens auch regelmäßige Mahlzeiten. Zu welchen Zeiten man seine Mahlzeiten einnimmt, spielt hierbei nur eine geringe Rolle. Aber drei Hauptmahlzeiten pro Tag sollten zu relativ festen Zeiten eingeplant werden, die durch kleine Zwischenmahlzeiten mit Obst oder Milchprodukten wie Joghurt und Quark ergänzt werden können.

Wer an Psoriasis leidet, sollte einige Lebens- und Genussmittel unbedingt vermeiden. Viele Betroffene vertragen Kaffee oder bestimmte Teesorten nicht. Anis, Kümmel und Muskatnuss können sich negativ auswirken. Nüsse sind mit Vorsicht zu genießen, einige Sorten sind gut verträglich, andere nicht, jedoch ist das häufig individuell vom Stoffwechsel des Patienten abhängig – bestimmte Nussarten vertragen auch ansonsten gesunde Menschen z. T. nicht.
Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen enthalten sehr viel Fruchtsäure und können unter Umständen die Symptome verstärken. Auch zu scharfe Gewürze können eine Verschlechterung herbeiführen.

Die Mahlzeiten sollten möglichst fettarm zubereitet werden. Das bedeutet nicht, dass auf Fett verzichtet werden muss – Fett ist ein wichtiger Energielieferant! Allerdings sollte man hier auf gesunde Fette zurückgreifen: hochwertiges Olivenöl für Salate und Rohkost, Butter, und zum Braten von Fleisch am besten Rapsöl. Distelöl und Sonnenblumenöl können Entzündungen unter Umständen fördern und sollten nach Möglichkeit vermieden werden.
Betroffene sollten nur wenig Süßigkeiten verzehren, denn zu viel Zucker kann die Symptome durchaus verstärken. Schokolade ist erlaubt und in Maßen sogar sehr gesund – allerdings sollte man sich hier für hochwertige Sorten mit einem hohen Kakao-Anteil entscheiden.
Alkohol sollte grundsätzlich vermieden werden. Das gilt auch für beschwerdefreie Zeiten: Während eines akuten Schubs verbietet sich Alkohol von selbst, ganz besonders dann, wenn Medikamente eingenommen werden müssen.

Grundsätzlich gilt, dass die Ernährung möglichst ausgewogen sein sollte. Unverträgliche Lebensmittel gibt es in diesem Sinne nicht – im Grunde kann man nur grob angeben, welche Lebensmittel oder Genussmittel häufig nicht vertragen werden. Da jedoch jeder Patient einen individuellen Stoffwechsel hat und eventuell sogar noch Allergien vorliegen, muss hier jeder Betroffene für sich selbst seine Unverträglichkeiten herausfinden.

Ein Ernährungstagebuch kann unter Umständen sehr hilfreich sein – nicht selten wird ein Zusammenhang zwischen bestimmten Lebensmitteln, Genussmitteln oder Gewürzen und einem akuten Schub deutlich. Viele Betroffene spüren auch nach dem Genuss von bestimmten Lebensmitteln am Tag darauf deutlich erhöhte Beschwerden wie verstärkten Juckreiz oder vermehrte Schuppenbildung auf den von Flechten betroffenen Hautstellen. Die Ernährungsgewohnheiten im Auge zu behalten und darauf zu achten, welche Lebensmittel eventuell Beschwerden auslösen könnten, ist von daher für Psoriasis-Patienten immer sehr hilfreich.

Monika Celik