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Richtige Ernährung bei Diabetes – Reihenfolge wichtig?

Die Reihenfolge, in der Nahrungsmittel mit Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen aufgenommen werden, könnte laut einer Studie Einfluss auf den Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit haben.

Wird die richtige Reihenfolge beachtet, steigt der Blutzuckerspiegel laut diabetes.behandeln.at nach der Mahlzeit weniger stark an. Zuerst Fett, dann Eiweiß, dann Kohlenhydrate, lautet die Regel – zu diesem Ergebnis kam auch eine Pilotstudie, die im Fachmagazin Diabetes Care veröffentlicht wurde.

Reihenfolge von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß

Dass die Menge und Art der aufgenommenen Kohlenhydrate einen Einfluss auf den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach den Mahlzeiten hat, ist schon lange bekannt. Ebenso wie die Auswirkung des Ballaststoffgehaltes sowie der Gehalt von Fetten oder Proteinen im Essen auf den Blutzucker.

Allerdings soll aktuellen Studien zufolge auch die Reihenfolge eine Auswirkung haben und stärkere Beachtung finden. In einer Studie wurde untersucht, inwieweit die Reihenfolge des Verzehrs von verschiedenen Lebensmitteln einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit hat. Die elf Teilnehmer der Studie litten an Diabetes Typ 2 und Übergewicht und wurden mit Metformin therapiert. Bei der ersten Mahlzeit starteten die Teilnehmer mit kohlenhydratreichen Lebensmitteln, anschließend kamen eiweiß- und fettreiche Produkte auf den Tisch. Eine Woche später gab es eine Mahlzeit in unterschiedlicher Reihenfolge.

Nach dem Essen bestimmten die Wissenschaftler den Blutzuckerwert jeweils 30, 60 und 120 Minuten nach der Mahlzeit. Beim Vergleich der Werte zeigte sich, dass der Verzehr von kohlenhydrathaltigen Lebensmittel am Ende einer Mahlzeit zu günstigeren Werten geführt hat.

Geringerer Anstieg des Blutzuckers

Der Anstieg des Blutzuckers nach 30 Minuten war um 28,6 % niedriger, nach 60 Minuten um 36,7 % und nach 120 Minuten um 16,8 % niedriger als bei der Mahlzeit, die mit kohlenhydrathaltigen Produkten begann und mit fett- und eiweißreichen Produkten endete. Ähnliche Beobachtungen machten die Forscher auch für die Insulinausschüttung der Testpersonen.

Quelle: Befund Diabetes Österreich 1/2018

23.10.18