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Welches Obst bei Diabetes?

Möglichst viel Obst und Gemüse essen – so oder so ähnlich lauten oft Empfehlungen für eine gesunde Ernährung. Menschen mit Diabetes sollten allerdings wissen: Obst ist nicht gleich Gemüse – und Obst ist auch nicht gleich Obst.

Die gute Nachricht für Fans von Paprika, Möhre und Co.: Gemüse können Menschen mit Diabetes essen, so viel und solange sie Lust haben. Laut diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe hat Gemüse wenig Kalorien, aber dafür viele Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe. Obst ist zwar auch vitamin- und ballaststoffreich. Aber es enthält auch Fruchtzucker. Das gilt es für Menschen mit Diabetes zu beachten – vor allem, wenn sie auch noch abnehmen wollen, beispielsweise bei einem Typ-2-Diabetes.

Welches Obst ist geeignet?

Doch nicht jedes Obst enthält gleichviel Fruchtzucker: Bananen oder Weintrauben sind besonders zuckerreich und wirken sich daher stark auf den Blutzuckerspiegel aus, so der Diabetes Ratgeber. Eine Banane hat je nach Größe etwa 100 kcal und enthält gut 22 bis 25 g Kohlenhydrate. 100 g Weintrauben bringen es auf etwa 70 kcal und 16 g Kohlenhydrate. D. h. nicht, dass man deshalb keine Bananen oder Trauben essen darf – man sollte diese „süßen“ Obstsorten aber eher in Maßen genießen, den Insulinbedarf darauf abstimmen und die Kalorienmenge insbesondere dann berücksichtigen, wenn man abnehmen möchte.

Weniger kalorienreich sind Beeren oder Orangen. Sie enthalten viel Wasser, aber auch Ballaststoffe und wirken sich deshalb günstig auf den Blutzuckerspiegel aus. 100 g Erdbeeren haben gut 32 kcal und 5,4 g Kohlenhydrate, 100 g Orange enthalten etwa 47 kcal und 8 g Kohlenhydrate. „An apple a day keeps the doctor away“, so lautet eine englische Weisheit – auch der gute, alte Apfel ist ein gut geeignetes Obst für Menschen mit Diabetes. 100 g Apfel haben etwa 52 kcal und 11 g Kohlenhydrate, davon gut 10 g Zucker, ein mittelgroßer Apfel bringt es dabei auf etwa 125 g.

Nicht nur das Was, sondern auch das Wie ist entscheidend

Doch nicht nur welches Obst man isst, ist entscheidend für den Blutzucker, auch wie man es isst: Wenn man dazu eiweißreiche Lebensmittel wie Quark, Frischkäse oder Joghurt verzehrt, steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an, so der Diabetes Ratgeber. Einen ähnlichen Effekt haben ballaststoffreiche Vollkornprodukte, Kleie, Nüsse und Samen, in denen Fett enthalten ist. Sinnvoll ist es also, Obst mit Milch und Müsli zu kombinieren.

Wie sieht es mit Saft und Smoothies aus?

Smoothies können ab und zu eine Alternative sein – aber man sollte sie am besten selbst machen und dann auch die Schale mitverarbeiten, da in dieser die meisten Nährstoffe stecken. Säfte sind für Menschen mit Diabetes nicht so empfehlenswert – sie sind eher ballaststoffarm und lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Daher sollte man sie nur gelegentlich und dann am besten als Schorle trinken.

Wie viel Obst sollte es sein?

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte man es auf zwei Portionen am Tag bringen, als eine Portion gilt dabei eine Handvoll. Laut diabetesDE kann man eine Portion ab und zu durch einen selbst gemachten Smoothie ersetzen. Wenn dazu dann noch drei Portionen Gemüse kommen, ist man gut mit Vitaminen und Ballaststoffen versorgt.

Quelle: Befund Diabetes 2/2019

24.10.19