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Diagnose von Psoriasis-Arthritis

Im Frühstadium der Psoriasis-Arthritis treten häufig zunächst nur sehr unspezifische Symptome auf. In den meisten Fällen entzünden sich zunächst ein bis drei Gelenke. Häufig sind Knie, die Gelenke eines kompletten Fingers bzw. Zehs oder die Sprunggelenke betroffen. In der Regel schwellen die Gelenke bei Psoriasis-Arthritis an, die darüberliegende Haut spannt und zeigt bisweilen eine rötliche oder auch bläuliche Verfärbung. Während bei der Rheumatoiden Arthritis Gelenke meist überwärmt sind, sind sie das bei Psoriasis-Arthritis meist nicht.

Meist zeigen sich die Hautsymptome der Psoriasis zuerst

Bei den meisten Patienten zeigen sich die typischen Hautsymptome der Psoriasis zuerst: stark gerötete, von der gesunden Haut scharf abgegrenzte Areale mit leicht verdickter Oberfläche und schuppigen Belägen sowie Nägel mit Ölflecken oder Tüpfelnägel. Es kann jedoch auch vorkommen, dass Gelenk- und Hautbeschwerden gleichzeitig auftreten. Nur in seltenen Fällen beginnt die Psoriasis-Arthritis vor der Psoriasis, d. h. die Hautsymptome treten später auf.

Diagnose der Psoriasis-Arthritis kann mitunter schwierig sein

Die Diagnose einer Psoriasis-Arthritis kann – insbesondere, wenn typische Hautzeichen einer Schuppenflechte fehlen – schwierig sein. Erste Hinweise auf eine Psoriasis-Arthritis kann der Arzt bereits im Anamnesegespräch sammeln, z. B. wenn in der Familie des Patienten Angehörige an Schuppenflechte erkrankt sind. In der obligatorischen körperlichen Untersuchung werden die Gelenke abgetastet und Hautareale mit Zeichen der Psoriasis begutachtet bzw. auf Hinweise einer Psoriasis der Haut geachtet.

Bislang gibt es keine spezifischen Laborwerte, mit deren Hilfe Psoriasis-Arthritis diagnostiziert werden kann. Dennoch können Blutuntersuchungen auf Entzündungsparameter und sog. Rheumafaktoren weiteren Aufschluss erbringen. Rheumafaktoren sind bestimmte Antikörper, die bei rheumatischen Erkrankungen auftreten können. Bei der Psoriasis-Arthritis ist ihr Vorhandensein im Blut hingegen selten.

Veränderungen der Gelenke können außerdem durch bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomografie (MRT) oder Sonografie (Ultraschall) diagnostiziert werden. Entzündungsreaktionen zeigen sich durch eine spezielle Form der Röntgenuntersuchung: die Szintigrafie. Dabei werden schwachradioaktive Nachweissubstanzen verwendet, die sich in Entzündungsherden ablagen und sich dann mit einem geeigneten Gerät aufnehmen und darstellen lassen.

Antje Habekuß

05.11.14

Diagnose