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Rehabilitation: Mit neuer Kraft zurück in den Alltag

Die Diagnose Krebs ist ein Schock, die anschließenden Maßnahmen im Rahmen der Therapie sind eng getaktet, der Terminkalender ist voll. Da bleibt häufig wenig Zeit das Erlebte zu verarbeiten. Vielen Patientinnen wird deshalb erst am Ende von Operation, Bestrahlung, Chemotherapie und Co. bewusst, was sie durchgemacht haben. Hinzu kommen körperliche Beschwerden. Die Rückkehr in den Alltag fällt da nicht immer leicht. Psychische Probleme und gesundheitliche Einschränkungen müssen erst ver- und bearbeitet werden. Zudem müssen Betroffene unter Umständen ihr Leben neu organisieren, Pläne über Bord schmeißen, neue schmieden.

In dieser Zeit des Umbruchs können Psychoonkologen, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und die behandelnden Ärzte helfen, Körper und Geist wieder zu stärken. Dabei ist es wichtig, dass Patientinnen sich nicht unter Druck setzen, Schritt für Schritt langsam in den Alltag zurückkehren, Veränderungen einläuten, wo sie nötig sind. Auch Familie und Freunde können in dieser Zeit eine Stütze sein, vorausgesetzt, sie haben Verständnis dafür, dass Betroffene sich verändert haben, vielleicht nicht mehr so leistungsfähig oder gesellig sind wie vor der Erkrankung.

Rehabilitation lindert Beschwerden

Denn auch, wenn der Krebs als überwunden gilt, bleibt z. B. die Angst vor einem Rückfall, vor finanziellen Problemen, vor Spät- und Langzeitfolgen der Therapie. Hier kann eine onkologische Rehabilitation helfen, Ängste und Sorgen zu bearbeiten. Experten unterstützen Frauen dabei, geeignete Strategien zu finden, wie sie Kraft tanken und wieder mit Zuversicht in die Zukunft schauen können. Forschungsergebnisse zeigen, dass eine Reha Körper und Geist stärkt und Beschwerden gelindert werden.

Patientinnen, die eine Reha in Anspruch nehmen möchten, erhalten z. B. bei den Reha-Servicestellen der Deutschen Rentenversicherung Hilfe bei der Antragsstellung. Eine Reha kann aber auch direkt bei der Krankenkasse beantragt werden, die dann, falls nötig, mit der Rentenversicherung zwecks Kostenübernahme Kontakt aufnimmt. Grundsätzlich kommen sowohl Renten- als auch Krankenversicherung als Kostenträger in Betracht.

Eine Reha kann stationär oder ambulant durchgeführt werden. Sie wird in der Regel für die Dauer von drei Wochen bewilligt und kann ggf. verlängert werden, wenn dafür eine medizinische Notwendigkeit besteht.

Lebensqualität verbessert sich

Darüber hinaus kann in einer Reha an der Linderung von körperlichen Symptomen gearbeitet werden, wie etwa Schmerzen. Mediziner können Patientinnen in dieser Zeit Medikamente zusammenstellen. Auch Physio-, Ergo- und Sporttherapie ebenso wie Ernährungsberatung können helfen, die Belastbarkeit zu fördern. Dies gilt auch für Betroffene, die aufgrund einer fortgeschrittenen Erkrankung nicht geheilt werden können.

Quelle: Leben? Leben! 1/2019

30.07.19