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Trockensalzinhalation bei stabilen chronischen Atemwegserkrankungen

Die positive Wirkung der Inhalation vernebelter Kochsalzlösung zur Linderung akuter Erkältungs-Erkrankungen ist allgemein bekannt. Die hohe Salzkonzentration übt bei der Inhalation einen Reiz auf die Atemwegsschleimhäute aus, der zu einer Verdünnung des Schleimes im Bronchialtrakt führt. Diese Ergebnisse treten auch bei einem Aufenthalt am Meer auf.

Bei der Inhalation wird eine reinigende Wirkung der Schleimhäute unterstützt, der Schleim kann gut abgehustet werden und ein besseres Durchatmen des Patienten ist wieder möglich. Ob diese Wirkung aber auch bei chronischen Erkrankungen der Atemwege zutrifft, wurde jetzt untersucht. Einrichtungen zur Trockensalzinhalation sind mittlerweile in Deutschland weit verbreitet. Für viele Menschen steht bei einem Besuch einer solchen Einrichtung der Wohlfühlfaktor im Vordergrund.

Die Konzentration bei Vernebelung von Trockensalz in einer therapeutischen Konzentration ist etwa 12 Mal so hoch, wie in normalen Salzgrotten. Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass aus medizinischer Sicht die Inhalation von Salzzubereitungen bei Patienten mit stabilen chronischen Atemwegserkrankungen unbedenklich ist und sich möglicherweise positiv auswirken kann.

Dazu wurden 35 Patienten, die an der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD), chronischer Bronchitis, Lungenemphysem, Asthma oder dem genetisch bedingten Alpha-1-Antitrypsinmangel leiden, getestet. Die Studie fand in Kooperation mit unterschiedlichen Atemwegserkrankungen-Selbsthilfegruppen statt.

Mit der gegenwärtigen Studie zum Nutzen der Salzinhalation, sollte zunächst bewiesen werden, dass die Inhalation der Lungenfunktion bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen nicht schadet. Zusätzlich wurden kurzfristige positive Effekte an den Patienten getestet.

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die entspannende Wirkung der Inhalation individuell zu bewerten ist. Die Studienteilnehmer, mit unterschiedlichen Formen und Schweregraden der Atemwegserkrankungen, berichteten nach der Inhalationstherapie, eine Verringerung ihrer Atemprobleme zu empfinden. Die Angaben der Patienten sagten aus, dass die Inhalationstherapie mit Trockensalz Atemwegserkrankungen subjektiv günstig beeinflusst. Eine eindeutige physiologische Besserung der Beschwerden konnte aber nicht gemessen werden.

Nach einem 45-minütigen Aufenthalt im Inhalationsraum, bei Luft-Vernebelung von Trockensalz in einer hohen therapeutischen Konzentration, wurde keine negative Wirkung durch die einmalige Inhalation festgestellt. Eine deutlich messbare Verbesserung der Lungenfunktion nach der Anwendung konnte bei den Patienten nicht gemessen werden. Ein therapeutischer Erfolg der Inhalationstherapie-Langzeitanwendung soll weiter untersucht werden.

Quelle: COPD und Asthma 1/2013

28.05.13