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Abbruch der MS-Therapie führt zu neuer Krankheitsaktivität

Das zur New York University (NYU)gehörende Langone Medical Center hat ermittelt, was passiert, wenn MS-Patienten mit stabilem Krankheitsverlauf aufhören, ihre immunmodulierenden Medikamente zu nehmen. Der Hintergrund der Untersuchung: Bislang hat sich die Forschung in erster Linie damit beschäftigt, was geschieht, wenn Menschen mit MS mit einer immunmodulierenden Therapie beginnen, und weniger damit, was passiert, wenn sie die Behandlung abbrechen, so das Langone Medical Center.

Das Ergebnis der Studie: Fast 40 % der Patienten verzeichneten nach dem Therapieabbruch eine wiederkehrende Krankheitsaktivität. Für die Studie untersuchten Dr. Ilya Kister und seine Kollegen die Schubrate und den Behinderungsgrad von 181 MS-Patienten, nachdem diese ihre immunmodulierende Therapie abgebrochen hatten. Zuvor hatten die Patienten wenigstens drei Jahre lang Medikamente genommen, zudem hatten sie über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren keine MS-Schübe verzeichnet und auch ihr Behinderungsgrad – gemessen mit der EDSS-Skala – hatte sich nicht verändert. Nach Abbruch der Behandlung verfolgten Dr. Kister und sein Team die Patienten mindestens drei Jahre lang. Die Forscher stellten fest, dass 24 % der Patienten in dieser Zeit einen Schub erlitten, 32 % das Fortschreiten der Behinderung erlebten und sich bei 10,6 % sowohl MS-Schübe als auch ein Fortschreiten der Behinderung einstellten. 42 % der Teilnehmer nahmen die MS-Therapie nach durchschnittlich 22 Monaten wieder auf. Dadurch reduzierte sich das Risiko des Fortschreitens der Behinderung um 59 %.

Quelle: Befund MS 2/2015

02.09.15

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