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Diagnose eines malignen Melanoms

Ein malignes Melanom verursacht meist keine Beschwerden. In manchen Fällen kann es jedoch zu Juckreiz oder Blutungen kommen. Häufig fällt den Betroffenen zunächst eine Veränderung an einem Pigmentmal auf, z. B. dass es größer oder dunkler ist als früher. Da ein malignes Melanom zu rund einem Drittel von einem solchen Leberfleck ausgeht, ist es ratsam, diese regelmäßig auf Veränderungen zu untersuchen und bei Auffälligkeiten einen Hautarzt zu konsultieren.

ABCD-Regel beim malignen Melanom

Das Erscheinungsbild maligner Melanome ist nicht einheitlich: Je nachdem, um welche Form es sich handelt, variiert das Aussehen des Tumors von flach bis knotig. Meist sind sie jedoch dunkel gefärbt. Da sich ein malignes Melanom gut sichtbar an der Hautoberfläche bildet, besteht die Chance, es frühzeitig durch eine regelmäßige Selbstuntersuchung oder durch Routineuntersuchungen beim Dermatologen zu diagnostizieren. Zur Kontrolle der Muttermale kann die sog. ABCD-Regel herangezogen werden:

A wie Asymmetrie
Asymmetrische Leberflecke sind verdächtiger als runde

B wie Begrenzung
Leberflecke mit unscharfen Rändern sind verdächtiger als scharf begrenzte

C wie Color (engl. Farbe)
Verschiedenfarbige Pigmentmale sind verdächtiger als gleichmäßig gefärbte

D wie Durchmesser
Große Leberflecke (ab 5 mm Durchmesser) sind verdächtiger als kleine

Diagnostik bei Verdacht auf schwarzen Hautkrebs

In der Regel untersucht der Arzt die Haut zunächst mit einem sog. Dermatoskop. Dabei handelt es sich um ein Auflichtmikroskop, das auf die Haut aufgesetzt werden kann. Es besteht aus einer Lupe und einer Lichtquelle. Das Dermatoskop zeigt die Hautoberfläche unter zehnfacher Vergrößerung, sodass Veränderungen genauer untersucht werden können als mit bloßem Auge. Zusätzlich wird die Haut mit einem Öl vorbehandelt, das es durch Verhinderung der Reflexion des Lichts erlaubt, auch tiefere Hautschichten zu untersuchen. Erhärtet sich hierbei der Verdacht auf ein malignes Melanom, wird das betreffende Hautareal in der Regel entfernt und unter dem Mikroskop untersucht.

Neue Verfahren zur Diagnose maligner Melanome werden derzeit entwickelt

Eine neue Untersuchungsmethode nutzt die sog. Fluoreszenz des Melanins aus. Bei diesem Verfahren wird die Haut mit einem Laser kurzzeitig bestrahlt. Dies regt den Farbstoff Melanin zum Leuchten an (Fluoreszenz). Die Zusammensetzung des Lichts, das dabei abgegeben wird, kann Veränderungen des Melanins anzeigen und so auf schwarzen Hautkrebs hindeuten. An einer anderen Methode arbeiten derzeit US-amerikanische Forscher: Sie fanden in Studien heraus, dass die Haut von Patienten mit einem Basalzellkarzinom (sog. weißer Hautkrebs) einen charakteristischen Geruch abgibt, der sich in seiner chemischen Zusammensetzung von dem einer gesunden Haut unterscheidet. Auf Basis dieser Entdeckung sollen nun Geräte entwickelt werden, die einen Einsatz in der ärztlichen Praxis ermöglichen. Auch zur Diagnose maligner Melanome könnte dieses Verfahren einmal angewandt werden.

Antje Habekuß

10.04.17

Diagnose
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