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Zeitpunkt der ersten Periode

Wann die erste Periode eines jungen Mädchens stattfindet, lässt sich nicht voraussagen. Statistisch gesehen stellt sich die erste Periode zwischen dem 10. und dem 16. Lebensjahr ein. Da Ausnahmen ja bekanntlich die Regel bestätigen, ist es allerdings auch nicht unnatürlich, wenn ein junges Mädchen seine erste Periode bereits mit 9 Jahren erlebt, oder aber erst nach dem 16. Lebensjahr.

Viele Faktoren beeinflussen den Zeitpunkt der ersten Periode. Bei jungen Mädchen, die in Europa oder den USA leben, stellt sich die erste Periode früher ein, als bei jungen Mädchen, die in Afrika aufwachsen. So vermutet man, dass auch die Lebensumstände Einfluss auf den Eintritt der ersten Periode nehmen.

Auch die Medizin sucht stets nach Faktoren, die Einfluss auf den Zeitpunkt der ersten Periode nehmen. Dass auch genetische Unterschiede den Zeitpunkt der ersten Periode mitbestimmen müssen, lässt sich dadurch belegen, dass junge Mädchen, die unter gleichen äußerlichen Bedingungen aufwachsen, oftmals einen starken Altersunterschied aufweisen, was den Zeitpunkt der ersten Periode angeht. Zudem steht zur Diskussion, ob die erste Periode durch das Erreichen eines bestimmten Anteils an Körperfett oder durch ein bestimmtes Gewicht beeinflusst wird. Dies könnte man zumindest annehmen, da Mädchen, die bereits in jungen Jahren dem Leistungssport nachgehen oder aber Mädchen, die unter Magersucht leiden, ihre erste Periode meist deutlich später bekommen, als der Durchschnitt.

Gibt es Hinweise, die der ersten Periode vorausgehen?

Grundsätzlich sind die erste Periode und auch alle folgenden ein sehr individueller Vorgang im Körper eines jungen Mädchens. Auch wenn Lebensumstände oder genetische Gegebenheiten den Zeitpunkt der ersten Periode beeinflussen, so lässt sich dennoch nie wirklich voraussagen, wann die erste Periode eintritt.

Manchmal entdecken junge Mädchen bis zu zwei Jahre vor ihrer ersten Periode einen milchig-weißlichen Ausfluss in ihrer Unterwäsche. Dieser Ausfluss ist völlig geruchlos. Er verursacht kein Brennen oder Jucken und ist auch kein Anzeichen einer Erkrankung. Der Ausfluss gehört zu den natürlichen Vorbereitungen des jungen Körpers auf das „Frauwerden“. Junge Mädchen, die diesen Ausfluss haben, können auch vermehrt schwitzen. All das sind Anzeichen dafür, dass der Körper mit einer verstärkten Produktion der Geschlechtshormone begonnen hat. Da dieser Ausfluss allerdings nicht bei allen Mädchen auftritt, ist es den Betroffenen natürlich meist unangenehm, da sie nicht wissen, was mit ihrem Körper los ist. Ein offenes Gespräch zwischen Mutter und Tochter kann hier Abhilfe schaffen. Hier wäre auch schon der richtige Zeitpunkt, um mit jungen Mädchen über die richtige Hygiene zu sprechen.

Was ist das prämenstruelle Syndrom (PMS)?

Das prämenstruelle Syndrom, auch kurz PMS genannt, beschreibt bestimmte Beschwerden, die sowohl junge Mädchen, als auch Frauen vor dem Eintritt ihrer Periode verspüren. Für Frauen ist das PMS ein eindeutiger Hinweis darauf, dass ihre Periode bald eintreten wird. Sogar vor der ersten Periode ist es möglich, dass junge Mädchen Beschwerden beschreiben, die unter das PMS fallen.

Unter dem Begriff PMS findet man Beschwerden wie Kopfschmerzen, ein Ziehen in der Brust oder im Unterleib, Stimmungsschwankungen, Probleme sich zu konzentrieren oder Schlafstörungen. Wenn junge Mädchen vor ihrer ersten Periode unter PMS leiden, geschieht dies meist in abgeschwächter Form und nicht alle hier genannten Beschwerden werden auch empfunden. Oftmals können die betroffenen Mädchen ihre Probleme gar nicht richtig einordnen. Ein Ziehen in der Brust oder im Unterleib sind untrügliche Anzeichen für das Bevorstehen der ersten Periode. Darüber hinaus werden einige Mädchen zickig und unleidlich. Sie können eigentlich keinen richtigen Grund für ihre Stimmungsschwankungen nennen, doch ärgern sie sich nicht selten bereits über Kleinigkeiten, die sie sonst völlig kalt gelassen hätten. Auch hier kann ein klärendes Gespräch zwischen Mutter und Tochter helfen.

Die Angst vor der ersten Periode nehmen

Es gibt junge Mädchen, die sich auf ihre erste Periode freuen, da sie dann das Gefühl haben, ein Stück erwachsener geworden zu sein. Parallel dazu gibt es aber auch viele junge Mädchen, die sich vor der ersten Periode fürchten. Sie haben Angst, dass ihre erste Periode sie zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt erwischt, z.B. in der Schule. Sie haben auch Angst, dass sie sich vor den anderen Jugendlichen blamieren, dass diese sehen, dass sie ihre erste Periode bekommen haben. All diese Ängste sollte die Mutter früh genug ausräumen. Junge Mädchen sollten lernen, dass die erste Periode nicht mit einem Schwall Blut beginnt, der die Hose im Schritt rot einfärbt. Ganz im Gegenteil, die erste Periode beginnt mit einer leichten Schmierblutung, vielleicht auch nur mit vereinzelten Tröpfchen in der Unterwäsche. Erst danach wird die Blutung stärker. Auf jeden Fall haben die betroffenen Mädchen genug Zeit, sich und ihre Unterwäsche mit einer Binde zu schützen. Dazu ist es ratsam, dass junge Mädchen in dem „kritischen Alter“ eine oder zwei Binden in Schulranzen oder Handtasche deponieren. Da die Binden heutzutage einzeln in bunter Folie verpackt sind, ist das unauffällig möglich.

Melissa Seitz

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