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Ist die Gabe von Schafgarbe zusätzlich zur MS-Therapie sinnvoll?

Wissenschaftler der University of Medical Sciences in Rafsanjan (Iran) untersuchten, ob ein Schafgarbe-Extrakt die medikamentöse Therapie der MS unterstützen kann und die jährliche Schubrate verringert. Dafür erhielt eine Gruppe von 75 Probanden mit schubförmig-remittierender MS den Extrakt aus der Schafgarbe (Achillea millefolium) in einer Dosis von 250 mg pro Tag, die anderen Gruppe 500 mg täglich – und zwar ein Jahr lang. Daneben gab es noch eine Kontrollgruppe, die ein Placebo erhielt.

Die Forscher untersuchten nicht nur, ob sich durch die zusätzliche Therapie die Schubrate reduzieren ließ, sie wollten auch wissen, ob sich die Anzahl der Läsionen und ihre Größe im Vergleich zur Kontrollgruppe veränderte. Getestet wurde außerdem, ob sich kognitive und neurologische Beschwerden unter der Gabe von Achillea millefolium besserten. Der Grund, dass die iranischen Wissenschaftler gerade diese Parameter untersuchten, lag darin, dass im Tiermodell bestimmte in der Schafgarbe enthaltene Substanzen (Luteolin und Apigenin) sich positiv auf kognitive Störungen auswirkten.

Die iranische Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Größe der Läsionen in der Gruppe der Teilnehmer, die 500 mg Achillea-Extrakt erhielten, signifikant zurückging. Auch der Behinderungsgrad, gemessen an der EDSS-Skala, verringerte sich, die Probanden schnitten zudem in kognitiven Tests besser ab. Daneben verlängerte sich die Zeit bis zum ersten Schub im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Ergebnisse waren demnach positiv für die Gabe eines Achillea-Extrakts zusätzlich zur verlaufsmodifizierenden Therapie. Da die Studie mit 75 Teilnehmern recht klein war, sind weitere Studien nötig, um die Wirkung von Schafgarbe-Extrakt auf MS genauer zu untersuchen.

Quelle: Befund MS 3/2018

21.03.19