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Selbsthilfegruppen bei Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten

Selbsthilfegruppen bei Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten

Nach der Diagnose einer Nahrungsmittelallergie oder -unverträglichkeit stellen sich viele Fragen, z. B.: Was kann ich essen? Welche Nahrungsmittel lassen sich durch verträglichere ersetzen? Wie ernähre ich mich ausgewogen und vitaminreich, obwohl ich bestimmte Zutaten weglassen muss? Was kann ich tun, um sicherzustellen, dass ich alle Vitamine und Mineralstoffe zu mir nehme, die mein Körper braucht?

Durch den Arztbesuch, eine eventuell anschließende Ernährungsberatung und Internetrecherche lassen sich zwar viele dieser Fragen beantworten, doch oft bleiben Fragen offen. Es kann daher sinnvoll sein, einer Selbsthilfegruppe beizutreten, die sich mit Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten beschäftigt. Besonders hilfreich ist der Austausch mit anderen Betroffenen und zu erfahren, wie sich das Leben durch die Diagnose geändert hat, welche weiteren Möglichkeiten es gibt, mit der Allergie oder Unverträglichkeit umzugehen, aber auch, um festzustellen: Man ist nicht allein mit seinen Problemen.

In einer Selbsthilfegruppe erhalten Betroffene nicht nur praktische Tipps, sondern auch seelische Unterstützung. Denn für viele stellt die Diagnose einen Einschnitt ins Leben dar, sie markiert einen Wendepunkt: Plötzlich ist man krank und kann das eigene Leben nicht weiterführen wie bisher. Das kann unter Umständen stark verunsichern. Der Austausch mit anderen, denen es ähnlich geht, kann dazu beitragen, besser mit den eigenen Problemen zurechtzukommen.

Hinzukommt: Menschen, die sich schon länger mit dem Thema beschäftigen, wissen oft, wo Betroffene die bestmögliche medizinische Unterstützung in der jeweiligen Region erhalten. Denn nicht alle Ärzte und Ernährungsberater sind so mit Unverträglichkeiten vertraut, wie es wünschenswert wäre. Insbesondere Menschen mit mehreren Allergien oder Unverträglichkeiten finden oft nicht die Hilfe, die sie brauchen.

Nicht zuletzt knüpfen Betroffene in der Selbsthilfegruppe auch neue Kontakte. Das kann helfen, aus der Isolation herauszukommen, wenn die eigenen Freunde und Bekannte nicht so auf die Probleme eingehen, wie man es sich wünscht. In vielen Fällen unternehmen Mitglieder der Selbsthilfegruppe auch privat zusammen etwas.

Eine Selbsthilfegruppe zum Thema Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten finden Betroffene, indem sie sich an die Organisation in der jeweiligen Region wendet, die Adressen von Selbsthilfegruppen sammelt. In vielen Fällen ist das eine Wohlfahrtsorganisation; Hilfe gibt auch das Internet. Es kann sich zudem lohnen, sich an den Deutschen Allergie- und Asthmabund zu wenden.

Quelle: allergikus 1/2020

27.07.2020