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Entstehung von Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) beim Mann

Mit fortschreitendem Alter des Mannes verringert sich die Spermienproduktion wie auch die Beweglichkeit der Samenzellen. Zur Entstehung der Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) beim Mann führen aber auch andere körperliche Ursachen wie auch äußere Einflüsse.

Körperliche und psychische Ursachen einer Zeugungsunfähigkeit

Zu einer späteren Zeugungsunfähigkeit kann es bei einem Hodenhochstand im Säuglingsalter kommen. Dieser führt zur Überhitzung der Hoden. In diesem Fall ist die entwicklungsbedingte Wanderung des Hodens oder beider Hoden in den Hodensack ausgeblieben. Der Hoden oder beide Hoden befinden sich noch im Bauchraum. Dies vermindert die Zellreifung der Samenzellen und verändert das Aussehen (Morphologie) der Spermien wie auch deren Beweglichkeit. Dies ist eine häufige Ursache, die eine Zeugungsunfähigkeit bewirken kann.

Eine Infektion des Hodens kann zur Entstehung der Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) beim Mann führen. Entzündliche Prozesse wie die durch sexuelle Kontakte übertragene Chlamydieninfektion können zur Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) des Mannes führen. Andere Infektionen, z. B. eine Mumpserkrankung in der Kindheit oder im jugendlichen Alter sind Risikofaktoren für eine Sterilität. Weil einige Eltern ihre Kinder nicht gegen Masern, Mumps, Röteln impfen ließen, kam es zu einem Anstieg der Mumpserkrankungen und die dadurch bedingten Hodenentzündungen, welches ggf. Ursache für eine Zeugungsunfähigkeit sein kann.

Manchmal werden genügend gesunde Spermien gebildet, aber der Transport vom Hoden durch die Samenleiter und Nebenhodengänge in das Sperma ist blockiert. Der Grund eines gestörten Spermientransports mit der Auswirkung der Zeugungsunfähigkeit kann neben einer angeborenen Fehlbildung eine Beschädigung der Samenleiter durch eine Operation (beispielsweise aufgrund eines Leistenbruchs) sein.

Verletzungen des Hodens – beispielsweise verursacht durch einen Unfall – wie auch Operationen wie die Entfernung von Tumoren können die Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) zur Folge haben.

Hormonstörungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion, Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen bewirken manchmal die Zeugungsunfähigkeit. Diabetes kann ebenso als Begleiterscheinung eine Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) des Mannes zur Folge haben.

Genetische Defekte können die Entstehung der Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) beim Mann bewirken. Eine Chromosomenanomalie ist das Klinefelter-Syndrom. Bei diesem Schaden am Erbgut liegt eine Veränderung der Geschlechtschromosomen des Mannes vor. Anstelle eines X-Chromosoms hat der Betroffene zwei X-Chromosome. Dadurch können männliche Hormone wie Testosteron nicht im ausreichenden Maße produziert werden, welches die Ursache der Entstehung der Zeugungsunfähigkeit ist. Eine genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung ist die Mukoviszidose. Bei dieser schwerwiegenden unheilbaren Krankheit verklebt ein zäher Schleim vor allem die Lunge und die Bauchspeicheldrüse. Dieser genetische Defekt kann der Grund für die Entstehung der Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) sein, weil die Samenleiter durch die Schleimbildung verstopft sind.

Eine seltene Autoimmunkrankheit kann die Entstehung der Zeugungsunfähigkeit bewirken. Hierbei werden vom Immunsystem die eigenen Samenzellen fälschlicherweise als Fremdkörper erkannt. Es werden Antikörper gebildet, die die Spermien angreifen.

Folgen einer Chemotherapie oder Strahlenbehandlung zur Behandlung einer Krebserkrankung können die Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) des Mannes sein. Ebenso können die ionisierenden Strahlen bei Flugreisen oder häufigen Röntgenuntersuchungen eine Zeugungsunfähigkeit verursachen.

Auch Durchblutungsstörungen werden in Zusammenhang mit der Entstehung einer Zeugungsunfähigkeit gebracht. Ebenso vermuten Ärzte, dass Krampfadern im Bereich der Hoden einen negativen Effekt auf die Bildung von Spermienzellen haben, weil die Temperatur im Hoden ansteigen kann.

Erektionsstörungen können auch eine Zeugungsunfähigkeit bedingen. Diese liegen vor, wenn der Penis nicht steif wird oder in der Scheide vor der Ejakulation erschlafft. Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson, Diabetes, wie auch ein zu hoher Blutdruck können verantwortlich hierfür sein. Auch psychische Gründe wie Versagensängste und Stress können Erektionsstörungen bewirken.

Zeugungsunfähigkeit: Äußere Einflüsse

Der Genuss von zu viel Nikotin und/oder Alkohol kann einen Einfluss auf die Produktion gesunder Samenzellen und damit auf eine mögliche Zeugungsunfähigkeit haben. Die Zeugungsfähigkeit wird durch einige Medikamente wie auch durch Drogenkonsum beeinträchtigt, dazu gehören z. B. Marihuana, Kokain sowie Anabolika. Eine einseitige Ernährung mit Vitamin-B12-Mangel wird in Zusammenhang mit einer Zeugungsunfähigkeit gebracht. Eine zu hohe Belastung mit östrogenhaltigen Substanzen in der Nahrung kann ebenfalls zur Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) des Mannes führen.

Einige Schwermetalle und auch Gifte wie Pflanzenschutzmittel könnten ebenfalls für eine Entstehung der Zeugungsunfähigkeit verantwortlich sein.

Der Besuch einer Sauna oder die Benutzung eines Whirlpools kann vorübergehend die Qualität der Samenzellen negativ beeinflussen, weil die Hitze die Spermien zerstören kann. Für die Bildung gesunder Spermien ist eine Temperatur von ca. zwei Grad unterhalb der eigenen Körpertemperatur optimal. Deshalb wird auch manchmal häufiges Tragen zu enger Hosen wie auch zu langes Sitzen mit der Entstehung von Zeugungsunfähigkeit (Sterilität) in Zusammenhang gebracht.

Karin Janowitz

12.11.12

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