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Pflegetipps für kleine Wasserratten

Pflegetipps für kleine Wasserratten

Babyschwimmen ist für die meisten Kinder eine wertvolle Erfahrung. Viele Eltern sind allerdings besorgt, der Aufenthalt im Schwimmbad könne der empfindlichen Babyhaut schaden. Eine aktuelle Studie an der Berliner Charité hat dies untersucht. Die wichtigsten Erkenntnisse: Babyschwimmen schadet der Babyhaut nicht, berichtet die Deutsche Haut- und Allergiehilfe. Allerdings lohnt es sich, die Kleinen direkt nach dem Schwimmen mit einer Babypflegelotion einzucremen.

Im ersten Lebensjahr ist Babyhaut noch dünn und unausgereift. Schützende Hautfette werden noch nicht in ausreichendem Maße gebildet, sodass die Haut schnell Feuchtigkeit verliert und Schadstoffe leicht eindringen können. Aus diesem Grund finden viele Babyschwimmkurse in Lehr- oder Therapiebädern statt, die häufig frisch aufgefüllt und daher nur wenig gechlort werden. Wer dennoch unsicher ist, ob die zarte Babyhaut das Schwimmen verträgt, kann sich nun auf die Ergebnisse einer Untersuchung stützen, die am Zentrum für Haut- und Haarforschung der Charité-Universitätsmedizin Berlin durchgeführt wurde: 44 Babys im Alter von drei bis sechs Monaten nahmen einmal pro Woche an einem vierwöchigen Schwimmkurs in einem Therapiebecken der Klinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation an der Charité teil. Eine Gruppe wurde nach dem Schwimmen am ganzen Körper mit einer Babypflegelotion eingecremt, die andere nicht. Der Wasserverlust über die Haut, die Menge an Hautfetten, der pH-Wert und die Hauttrockenheit wurden vor, während und nach Abschluss der Schwimmkurse untersucht. Das Ergebnis: Der Hautbefund aller untersuchten Babys während und nach Abschluss des Schwimmkurses war unauffällig. Der Säureschutzmantel und die Hautfette – und damit die schützende Hautbarriere – blieben allerdings bei den Kindern stabiler, die jeweils nach dem Schwimmen mit einer Babypflegelotion eingecremt wurden.

Nach dem Schwimmen sollten Eltern mit ihrem Baby unter die Dusche gehen, um das Chlorwasser abzuspülen. Anschließend wickeln sie ihr Kind am besten in ein warmes Handtuch und tupfen es trocken. Jetzt – und nicht erst zu Hause – ist der richtige Zeitpunkt für das Eincremen. Denn direkt nach dem Schwimmen und Duschen sind die Poren noch geöffnet, sodass die Pflegestoffe besonders gut einziehen können. Besonders geeignet ist eine Pflegelotion, die pflanzliche Öle und hautberuhigende Substanzen wie Kamille oder Calendula enthält, aber auf möglicherweise reizende Bestandteile wie Farbstoffe und Konservierungsmittel verzichtet.

Quelle: Patient und Haut 1/2012